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| Trennun vornemli

iftern diefer Secte/

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badß aeflofen. Da

eibſt wird die feete Mit dem homen

der Quaker beleget, Fox wird zu kriensdienſten verlan—

"get: Seine rede bieruber. Wie er in dem predigen behattet. Aus feinen fo vielen brieffen der erfie. Eliſa⸗

bet Hooton die er

predigerin unter den weibern. Wel—

He ſich zu Foren am erſten als ſchuͤler und ambts + ge;

6 en gefunden.

Was fuͤr leute fich fürnemlich zu

jen Ovakern gehalten. Zor hatan Felleneinent patrott, eſſen hernach an Foxen Nie gap chefrau tritt mit

‚drin

| * ven anfgenn hauſe Es die. u u Knete jur Die ferte de ‘E") Ämdenmiternächtigen land-tbeilen au: Es geferten des Foxes. Won Upjohan ee Surroug teifer Nach Lond & Lond en ringern zu ihun. See, Bin ‚unbe per ſuche anegang. So wire | führet ;Cromvelld gen ouenheit g sen N

bebutfamfeit im er ſich ſelbſte 203 I. ao Dvafer anfuntit In Irr · und Sa

ineſechen glͤcklichen ſort gan ſes Di J ws nn ge fi Gegen die —J ylerianer und andere / wieder die Diener. esn ts. | 0 Metall von allen Proteanten Der Qvacker religi ty —— und toie mir ihnen ummbzuseh? | h bene son der

| ormmbihr anhang ſo groß. N solch geneldet und angefoch! en Die art ver verfolgun- u; - Sonverböre Erempel- Etlicher Dvarker unver Be fh ämtenerwerenheit/ und der daher nieder ſie erfolgt 00, sanfall’der leute Geſchichte von Nayloru. Und dis FF Wi. u Eromwells abſterben Neue arten Der mi DagR

a are Dur Safer ſachen in en —— Bd

{ ——— erden ſich indi ip a Rivche hat zwar viel uſtreitt | ae jalsdenn aber am heftigften Aſiie vor: Die warheit ihrer re is am... 8 7 ® yn / mit den von unperfibäm ER h) much willn begleiteten unwarheit Ihren Ve derſacher kaͤmpfen muß. “Die urfache

Eu a =:

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N “Fan der jenige leicht fehen / de bedtt ket / daß di hhaber dev warheit ſelbige zu obe GOtte m, uicht verbergen noch Ver koͤnnen

| Ri s Day]; hingegen? die verehrer der unwar icheit/ venbegierden ein genügen und. ‚ihrem eigene ‚einen dienſt zu chunnicht gewonet ſind / dis uͤnterlaſſen / was ihre erfindungen zubeſchuͤ⸗ en / und anderer reine ihnen aber Ban zu wie⸗ er lauffende lehre zu beſtreiten faͤhlg feheinet. lan weiß über die / wie die warheit fo auf⸗ chtig verfahre / und wie im gegentheil die von llen kraͤften entbloͤſte fälfehheit deſto reicher fthmeicheleyen fe ſich mit taufend betrug ufführe/ die unerfarnen mit hinterliſt berücker n | —— den vorfichtigften viel zu Ja e. Im uͤbrigen ob die welt ſchon nme ber fhtwere zeiten geklaget und wir ei iftentheils Die vergangene, jahre glüclichr ie gegenwärtigen unglücklich nernen’ ſo iſt och nicht zu leugnen daß wir itzt warhaftig in ine ſolche zeit verfallen / in welcher aller betrug llethövichte ketzereyen und unerhoͤrte Gottes? die Kirche gleichſam uͤberſchwem⸗ act haben. So gar / daß numehr die gemei⸗ GN umb ihre. J— religion it unfinnigen leuten umb ihr. feuer und d mit blutdürftigen feinden /ja als die von nenſchen beſtehet / doch mit und vilden thieren zukaͤmpfen gezwungen wird. zs pfleget aber die kirche dennoch in ihrem elen⸗

ee bülfloß zubleiben. Denn bey ihr

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haͤngnis hat fie Doch dis gluͤcke -

un

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re Mr ne: Mir _ —— ae

Be TO

aufgemuntert/fich den gottlofen meinungen/ und der verdammlichen raſerey mit mund und feder zu wieder ſetzen der notleidenden Kirche

dadurch aufzuhelffen fich felbft zu hütenzund auch andern zu beftreitung Ihrer feinde rat

und mittel an die band zugeben. Worin |"

nen die meiften alfo verfahren daß fie die von.

jenen urhebern hervorgebrachte ungeheute

thaten und lehr⸗faͤtze durch bloſſe Dr

angegriffen / in meinung / fie auch nur auf

che weiſe umzufloffen. Wenn dem alſd / weis ich nicht / woher es

komme / daß fo wenige ja faſt keine biß auf die⸗ ſen tag ſich gefunden / welche von denen umb die helfte dieſes jahrhunderts entſtandenen / doch

kaͤrhuch / weiter als man meinet ausgebreiteten fo genannten Quakern / welche ſag ich / von

dieſen leutensdie manchen aberglaͤubiſch / andern

aber halbraſend vorkommen / etwas gemeldet / viel weniger ihre hiftorie geſchrieben hatten.

Haben fie ja derfelben in etwas gedacht, fo ift

doch dadurch mehrihre eigene unwiſſenheit und ſchwachheit des gemüthes / als diefer leute

hre und leben Eund gemacht worden. Ca , - feydenn daß diejenigen / die nichte von ihnen gefehrieben’ fie, nachdem fie ſelbe erkennet / dor r

folche menfchen gehalten/ dienicht werth waͤ⸗ ven ‚daß man ihrer gedencken / und die man de⸗ nes die ihres gleichen ſind mit ihrer verach⸗ J N EN ung

Hhoͤret / als gar

ren urſprung genommen Schott und Irr⸗

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+1 Jablieffe /menn es aber falfch feyn fülte / doch auf

tung überlaffen folte. Die Aber von Dia

Quakern als unbefanten leuten fparfame o>

der falfche meldung gethan / haben vielleicht x, don Diefen ungeheuern lieber alles was fie ger

nichts berichten wollen, damit

wenn es wahr waͤre Die ſache zwar glücklich

Iche menſchen alles ſchaͤndliche gezogen werde Ihnte. Dieſe leute nunydiein Engelland ih⸗ d überflüßig erfuͤllet und noch täglich in die⸗ ‚andern ihre zahl vermehren/füchen. doch uch an andern orten ihre lehre fortzupflangen. Denn eben dahin zielen ihre Eleine und groffe mit vieler mühe ausgearbeitete / und mit ſo viel worten gezierte ſchriften. Ya wir fehen s | daß auchandere neulinge und nicht ungefehick- |

en Eöpfe / weil fiean ihnen ihr ebenbild fehens

*

dieſelben zu bruͤdern und verwandten /anne-

men, (Dergleichen die unlaͤngſt in Welſch⸗

land aufgeftandene Dvietiften unddie neulich in Deutfchland hervorgefommene, Ka kr

finds von ‚welchen leßteren mehr ale von den

> Doietiften gewis iſt / daß fie auch in unferem lanız

ich esumb diefer urfache ſehyn / daß diefenleuse ihr thunvanfangfortgang

&

de vieler menfchen gemüter einnemen.) Und

endlich weilman nicht weis / was es noch mit

dieſen leuten * ein ende nemen werde / achte

urſachen willen ſehr nötig zu

7 |»:

A 3* * und

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By Me übereilung’parteyligkeit und einigen af? IM fecten feinen raum geben’ und dag urtheil von

| @ —— dieſer menſchen ſitten und Gottesdinſt einem 59 eben jelbjtüberlaffenmnde Mau

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* 20* 80

gan hei diefe leute Dvafer/ welches vort in Engliſcher ſprache fo viel als zitternde bedeutet. Und iſt ihnen dieſer namen von ih⸗

_ ven fpättern guten verachtung beygeleget wor⸗ den gleich als ob ſie zu der zeit Ihrer entzuckung durch bewegung des gemütes und leibes 13 gan erzitterten / auf die erde fielen / offt auch ei⸗ hen ſchaum von ſich lieſſen und mit ſchreckli⸗

ihnen nun ſolche ſchmaͤhung ſehr zu wieder / ſo iſt ihnen doch die benennung und die ſache ſelbſt ſo angenem / daß fie beydesim gewiſſen verſtande fi gleichſam mit fonderbarem rechte zueignen. Sie bekennen / daß fie zitternde leute ſeyn / und daß / indem ſie ihres Sertesdienftes abwarten, und nur dahin bedacht ſeyn / wie ſie ſich GOtte unterwerffen moͤgen / in dem fie ibm ſich gantz uͤberlaſſen/ in ven fie innerlich umb den Heiligen Geiſt und deſſen wuͤrckung beten / und bisweilen mit vielen ſeufzern dieſe himmli⸗ ſche gabe ſehnlich erwarten / daß ſie / ſag ich / als⸗ denn bey ankunft des geiſtes von ſtarcker bes wegung des hertzens / und auch wegen der wie⸗ derſtehenden fleiſchlichen zuneigung von beſtuͤr⸗ kung des leibes offt zu erzittern pflegten. Sie geſtehen / da wenn fie wieder zufich ſelbſt kom⸗ men / und die von dem geiſte herrürende erleuch⸗ tung und vergnuͤgung empfinden / fie in ihrer Frende-fich nicht mäffigen / und Daher ihre ſeele und glieder vor dem zittean manchmal nicht ent⸗ | A 4 halten

rhem geſchrey untereinander bruͤlleten. Wie

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wenn ſie es find / ſie felig zu preiſen leſe leute nun ſolchen namen fo gar nicht ſen / daß fie auch denſelben in recht ger | | de auch ich V =

| en alfo zunennen. 1 1..." ya Sonſt werden fie auch mit dem Namen 1

andere vor unerträglich. Denn auſſer dem oagß dieſer letztere name offt ſolchen lehrern

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| jene alteund neue fo genante Enrhufla ſten / ih⸗

nen allein einen beywonenden Geiſt zugefchrie- ben / und doch offt wider den trieb des H. Gei⸗ fies allerhand auffrur und Friege ftiffteten/ mas

chen Diefe menfchen hingegen den Geift / von getrieben werdensallen recht ſchaffe⸗ zen ehriften gemein; und find fo gar Feinen ſcha⸗

b den zu thun geneigt / daß ſie auch gewalt nicht gewalt vertreiben / keine verteidigung / als

die mit worten gefehichtverlauben und denzorn

gar abgefehaffer wifien wollen. Memlichdis >

it allen denen die was neues anfangen/gewöns

lich / daß fie auch das neuefte vor das ältefte

- ausgeben. Und zwar darumb / weil dis was

alt iſt uns gemeiniglich immer beſſer zu ſcheinen /

und dis was gut und aufrichtig iſt + doch vom alterthum und langer“ gewonheit defto gröffer

lob zu entlehnen sfleget / ob ſchon die warheit

und guͤte einer ſache an keine zeit gebunden.

Dieſe Dvafer nun wollen daß ihr nah⸗ mu (umb den fie dach wenig bekuͤmmert feyn) ve lehre religion und lebenszart von © tt

Kst den anfang genommen als den feine eis i gene ausfprüche von feinemalter ruͤhmen / und gruͤnde ſich dieſes auff die H. Schrifft / die ein

urfprung und richt⸗ fehnur aller warheit

iſt. J Ja ſie beruffen ſich auff die alten väter, * ehe leute / welche von dem verſtan⸗

Ichrifft ihr zeugnuͤß und ihren bey⸗ m 45 fall

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BEIRIIREN T ö I y v der —1 * aA E\ 4 F NEE A Ar

urch die väter fürnemlich dieſe welchein, | dem erften und andern jahrhundert nach Chri⸗ẽ fi geburt gelebethaben. Bon diefen glaub a —— fie, daß fie deſto reiner gelehret je naͤher F den Apoſtoliſchen seiten geweſen und ie welter ſie von dieſen abgewichen / ie weiter habe ſich auch ihr glaube von der erſten warheit entfernet / gleich denen waſſern / die ie weiter ſie ſich von Ihrer Ovelle ergieſſen/ ie groͤſſeren ſchlam pfle⸗ gen fie mit ſich zu Führen. Daherachtenfiedie väter oder lehrer nicht groß / die in den nach⸗ folgenden jahrhunderten gelebet haben / und geben freywillig zu daß viel in ihren ſchrifften

enthalten / welches mit gutem recht koͤnne ver worffen werden⸗ fuͤhren auch dieſelben nicht any auffer wenn ſie meinen / daß es ihrer fache tehrzuträglichfey. Wenn demnach dieſelhen / denen dieſe leute noch nicht bekant oder serdach“ ig ſind/ ihnen hin und wieder felche neue und. - perschtfichenamen geben und dadurch ihre ich? vbeckleinern 7 pflegen ſie wenn es m tig iſt / ſich ſſ Chrien Crangeuſche Apoſte

ſſche und Catholiſche unemen Done

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SR nd zu Ale ER „beobachtet worden waren. Sie beruffen ſich debwegen am erſten auff die ſchrifft / und koͤnnen Bye wolleiden daß ihre lehr⸗ ſaͤtze mit der erſten/ en sauch mit der nachfolgenden väter lehrei in ei⸗ ne verg leichung gezogen werde, . ‚Die fache, er⸗ innert mich felbft/ daß ich zudem bisher erzel⸗ n noch folgendes hinzufeßey d damit man diefe —— welcher wir zu reden willens nr und die fich allen chriften zum erempelvorfiee let / auch ſchon im anfange kennen lerne. 9 So ift nun dis ihre meinung / ob zwar fangeseit her alle Chriſten und auch die welche Mb. Ploleſtirende heiffen/gans verderbte Ichre und. ſitten geheget / fo habe Doch der abfall vonder apoftol! fehen zucht und lehre fehon zu der Apo⸗ fiel zeit fich zu zeigen dnsefan n/hernach mehr und mehr zugenom̃en / ſey im ſechſsten und ſiebeu⸗ den jahrhundert ſehr ſtarck woꝛdẽ / und habe von > der jeit an durch lange gewonheit alles fo gar ; nommen’ Daß £eine hoffnung zur beſ⸗ ferung übrig gefchienen / und ſolcher zuſtand habe bis zu un ev oder unſerer vaͤter zeiten ge⸗ Vaͤret. Denn ob ſchon / ſprechen fie/ zwi- ſchen all * faſt allemal ee. hundert jahren einer

nem

| TTS einer und der. ander aufgeſtandem der fich dieſem abfall aufs heftigfte wiederfeget/ ſo iſt doch alleg ohne frucht und mit feinem fchaden abgelauffen. Und auffolche weife billigen fte aud) das thun der männerz welche wir urheber Der reforma-/ tion nennen / und gedencken ihres fleiffes/ den

fie in wiederauftichtung der religion ange⸗

wendet zumbeften. Nur dis nemen fie aus/ daß fies ihrer meinung nach einem menfihhh gleich geweſen / der fein altes haus einreiſſe / fich aber umb Feine neue wonung bekuͤmmere; jo hätten fieauch mehr mühe angewendet die falſchheit und die Lafter der leute umbzuſtoſſen / alg die warheit und tugenden von ihrem falle

wvieder aufzurichten. Von derer ihren nach⸗ folgern aber urteilen fie alfo / fie waren, in

meinung das werck der reformation zu befoͤ⸗

©

dern / von der ganken reformation abgewir

chen, und an ftatt deſſen / daß fie die damaligen feler der Eirche hätten abfchaffen füllen wären vonihmen viel neue Irrtümer eingefüret und die _ teute mit neuer bosheit verderbet worden / nicht, anders/ als wenn man eln haus von dem unz. geny oder kot mitfotausfpulen wolte. Mei⸗ nen demnach) diefe menſchen / daß ihre religi-, on die ältefte fey / und daß fie zwar in der erſten usd göfoenen geitgeblühet/heunach aber faſt von anfang des chriftlicden namens fey hindanz, ee geſetzet

Hat ſaubern und doch immer neuen hineinbrinz <

dorgebracht hätten. ‚Ch

von dieſer fache abſonder⸗

ihr n Mi if ften/ und war unter dieſem enechte ‚Sehr Ehrt.

Re m ee - | AR ı von 16% ) #

braͤuche und ceremonien im Gottesdinfterund

‚tragen einen abfihen vor anderer leben und ges * meinſchaft. Und dis alles thun ſie nicht ne denen Ehriften insgemein fondern auch diegen

kn je fich Evangeliſch und] roteſtirend de nen⸗ n nen von welchen letzteren fie vorgeben N/daR fi ſich faͤlſchlich wären fi abfal und den Ba abylonift hen greueln entgans gen. Diefen fegenf " fitten entgegenwelche fo befchaffen / daß ihre

religi ion zwar umb ı ein groffes gantz neu / oder

doch von den alten u d längft verdamten lehr⸗

a ller

| Er endlich < gar ing vergeffen gefiel | vorden/ bi & Fi ie auf göttlichen Antrieb

von neuem geoffenbart Haie, ol vol⸗ fern verkuͤndiget werden ſolte Dau⸗ nenhero tadeln und verachten ſie das meiſte in “anderer lehre / ſie verdammen aller andern ges

en ſie dem groſſen

ſie ihren Gottesdinſt und

* ber yim BEN aber kun ſie von

ſtirenden/ —— gebräuc Jen und N wonheiten der groͤſte unterſcheid iſt. Pet

eben dis haben fie im anfang und fortgangi ieh) refehen laſſen fo gar daß alle d e nur und ſchreiben konten / offentlich ı und an allen or ten und in aller angeficht davon {4 hr ſchr ben / es erklärten‚mit den anpüglichft ſten wor ten vergroͤſſerten / und ihre hierbon gefehviebe:

nebücher in u. ändern fonderlich aber dar ſelbſt / wo fie einigen beyfall merckten / ausſtreu⸗

mation, wie gebraͤuchlich / mit aufgeſperrten

Bisher haben wir inggemein von dieſer leute beft affenheit geredet nun wollen wir ſie

nehmen / und mancherley zufaͤllen

ſelbe erde / die vormals nicht nur in einem jahr⸗ hundert die irrtuͤmer von ſich getrieben / zu die⸗ B: itzigen zeit aber faft alle eingenommen. hat. Es rechnen aber dieſe menſchen ihren anfang

eten oder von dannen fie doch hoften / es wuͤr⸗ den endlich ihre läfterungen und neue refor⸗

*ohren und mit ohne dem ſchon darzu geneigten gemuůͤtern angenommen werdee

auch abſonderlich nach ihrem ee

J

| ve mutter und pflegerin iſt Engellandyeben 1 | Dies

/

Aubenparun und vision ah unſers ſecun, 9 ik

x | u er - > A ir - nern | u SUMME er daß * von. N n% vr) um v N; BAAR mer * \ J | e an BE zu mmen und vor

/ und hir

die in ſolchem elend vermeinte einige huͤlffe)

eingefüret worden / etliche dennoch nichtruhen

konten / und fich inviel ja faſt umeliche. feeten theileten / fo gefehahe es / daß auch dieſe leute

—J— raten und eine neue e gemeine ei

ter sone mc n Anm dieſes werkes un

u Ten und feligen Apoſt 1. genen,

rin ara leute N er

ee ales Dies 0 bels hen —— agegen

* —— ve” mn AT 2 * * ——

ſtes und wer Haken in |

ie man gemeiniglich den fehüi mon ihrem erfinderden namen gibt /

ee

Bu®

oder en = andere ſchon Diefennamen fuͤren / Foxianer benennen wenn es chriſten nicht uͤbel anſtuͤnde daß fie dieſen/ die ſich

auch zu Chriſti namen bekennen von den men⸗ ſchen ihre namen erteilten. ch beſitze von

Foxen viel fchriffteny welche er theils felbft ſei⸗ nem ſchreiber kurtz vor feinem ende dictiret / oder

die doch entweder von ſeinen vertrauten freun⸗

den / oder auch von denen die mit ihm und dend.ı nigen Feine gemeinfchafft gehabt / herrüren.

Undweil ihre erzehlungen bisweilen nicht uͤ⸗ bereinftimmen / werde ich allemal diefe aus-

lefen / welche fich auf dag meifte zeugnis oder

aufdie gröfte warfcheinlichfeit gründen / weil

es bey folcher befehaffenheit gar ſchwer iſi zu ur⸗ teilen / welche ſache der andern uud welch ſeri⸗

| bent dem andern vorzuziehen.

Es iſt aber diefer or im 162 4ften jahrei in der

Engelländifchen-Proving Reicefter und zwar

indemdorf Dreton geboren worden. Chri⸗ ſtoph For iftfein vater, Maria Lago feine mut⸗

ter geweſen · Beyde arme und geringe/ ſich ‚von weben ernaͤrende edoch gottsfuͤrchtige und

der reformirten oder damaligen Presbyteria⸗ niſchen religion eifrig zugethane leute. Wel⸗

cher eyfer dieſer familie von muͤtterlicher ſeiten

gleichſam angeboren und erblich war. Denn

ſeine mutter hatte etliche unter ihren vorfahren

hehabt/ welche zu den zeiten der Königin Maria wegen

ögen durch, 9 fi En uch ihr leben im feuer und da⸗ urch die Maͤrtere erone erhalte hatten Als er och de war / ließ er ſchon was ſonderba⸗ bt

nee gleichen / und gelüftete ihm nichtnachdems £ enge fonftdiefem alter lieb und angenehm feet

0) von der. andern geſeliſch hafft undfpottete fie gleichſam mit ihrem Eindifchen weſem Allezeit

* er allein und gantz ſtille / wenn er aber re⸗

d eſich cab. Bel lieber mehr / war iner art in vollem nachſinnen / und gab alles ug. onft ſchienen feine fitten | ri efcheidenz und war erin feinem hun und | der Hottſel ligkeit nicht nachläsfig / ‚da er im rer einige mer male feines /

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A 2 um ch rien Findheit. wurde unfer in die een : —— Ibft Englifch

viel zunamy (briebenes a⸗ ben kot

icken. Niemals ſpielte er mit ſei⸗ |

te man ihm was trauriges am reden }

tes von fich fpü iwenließ.. -

il) lehiſunkeit Il um "nicht anders als dis kaum in fertig reden For * ginn von 9— dter zunge / und noch viel ungeſchickter a ſchreiben geweſen / daß / ob er ſchon eine ſache wol ver⸗ tanden/und auch endlich von ſich gegeber et fie doch nicht mit einer reinen / um d den Enge. > Tändern gebräuchlichen —— oͤnne / wenn nicht andere / denen die ʒekannt und die worte auffigg klaͤrer entdecket hätten. Desh auch ſelten ſelbſt etwas Gefepeieben auf as er durch feine fehreiber an den tag ge eben. Dis aber habe ich darumb anmercken i ollen / weil © nicht wenige ſehr zierlich geftbriebene nicht nur mit lateiniſcher / fondern au ungewoͤnlichſten yrachen ausgeſchimuͤckt edů⸗ cher unter dieſes Foxes namen heraus kommen / auf welchen keine andern auslegere oder dol⸗ metſchers gedacht worden. Ob nun For hierin⸗ nen von einer ſonderlichen einfali / der von einer algemeinen hoffart und begierde ſich ngen worden/hat er felber urteilen | Genoiß iſt diefes , daß in ihm Die # IC en zu reden / ni che © * Nach ch dieſem war For auch bedas a i | ser fünftig RN mterpatten koͤnte 1

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ſchuſter und [eb en jahren in der | 9 ——

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- gemeine ‚fondern gelährte leute waren 7 von ihm gefaget worden wenn Die bibel ſolte verloren geben / Fönte man fit in Fo⸗ yes munde wider finden. Daher es denn geſchehen / weil doch gemeiniglich unſer mund und, feder von dem / was wir im bergen und. gedaͤchtnis fuͤhren / zeugen / daß auch Foxes redẽ / die er an die ſeinigen gehalten / und die meiſten ſeiner ſchriften von nichts anders als vielen zu⸗ ſammen geſetzten oͤrtern der heil. ſchrift be⸗ ſtanden. Und da nun dieſer ſchuſter ſich die Anhige leſung des göttlichen wortes und die berlegung feiner religion fo ſehr angelegen ſeyn

N

gelaffen, und da er ſo vielzeit mit der forge vor die feeligkeit feiner feele zu gebracht / konte es nicht wol anders ſeyn / als daß er Die graͤntzen ſeines handwercks uͤberſchreiten / ſich umb was hoͤhers als pantoffeln bekuͤmmern/ und vor ſich _ undandere was beſſers und edelers ergreiffen würde. Er war deshalben nicht zu friedenz daß ers was erfich felbit zu wege gebracht / nur zu feinem eigenen nußen anwenden ſolte / fondern er machte davon / zu feinen mitgeſellen / freunden / und andern hin und wieder / viel re⸗

dens / und ermahnete ſie oͤffters ihm nachzufolgẽ fo langer bis jene Foxes reden und ſchaͤrffe / er aber ihr widerſprechen und ſpotten nicht mehr vertragen Eonten. Kor entzog fich dieſer urſache

wege fo viel möglich aler geſeüſchaft / und arbeis 8 ia tete

8 dem untern theil des in

esmals auff einem einſamen felde ſpatzie⸗

—— er in sr * s neunzehnde feines alters erreichet / und ei⸗

iger anſtieß / und Die ihm daher verdrüßlichkeit machten / ſo begaber der das ann, inder werckſtat ver⸗

trug es ſich zu / daß ihm von der men⸗

ſchen natur / gemüte/ fitten / aufferziehung /

zucht ind Converſation, wie auch von ihren gefelfehafften. wichtige gedancken einfielen. lich gedachte er an junge leute / und

überlegte moas dieferi ihr ampt ſey / und wieviel

ſo je und mil en Gott und ak ger

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INS | u en Di; Pal eitel die falſch⸗ heit um it der fi en Mi —128 *. en * es bene Maͤnner ——— Die

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| 6 (22) 1 bermeneren. dieſe after / umd die Altern warden vurd) ſan gen ‚gebrauch darinnen gan verhärtet / ja wenn end⸗ lich dar das graue alter Fame / da geblüt und Fräfte/ 9— ſinmen umd klugheit / abnemen / md da man eylich wieder kindiſch wird / ſo pflege das Licht der Seele/ welches alsdeun am helleſten brennen foltey ganglich zu. verlefchen /, daß man nichts: als unnuge Geſchwaͤtze und Zorheiten vorbraͤchte / und ſo komme der Tod unwermerckt immier näher und näher/ und uͤberlieſere ung denn / wie er ansgefunden / dem Herrn und Nichterder ganten delt; folle demnach diefer jüngling von ſolchem Gottlofen Hauf- fen außgeben/müfle man doch nicht eben jener Gewonheit folgen / fonvern koͤnte vielmehr ein einſames und von de Allgemeinen übel abgefonvertes Leben füren. es Fox hernach den ſeinigen oft erzelet. Es ſey nun dieſe ſtimme warhafftig vom him⸗ mel / oder nur bey Foren durch eine rede des hertzens mit fich felbft gefchehen ; fo iſt doch dis zu erinnern und zu mercken / Daß J und zeit, an Fox und feine erſten nachfolger ziemlich lange fo zu reden gewont gewefen, Denn ſo offt fie nach vielem nachfinnen und nach vernehmung einer neuen. fache einige fonderbare bewegung des gemuͤtes oder einen ſtarcken trieb zum guten. fühleten/ welche bez wegung fie von Gott und feinem Geift berzurie ven meineten‘) fprachen ſie e8 habe Gott und & Geiſt zu ihnen aus dem himmel’geredet. Darum fingen fieihre reden an das voſck ohn unterlaß auffolche weiſe an / fo und ſo ſpreche

Gott und der Geiftdurchihren mund, Wor⸗

innen fieesden alten propheten und-apofteln“ | proph Rn

er —*2 ar imptlich gehöreten ſtimmen bis itzo egen ſie dasſenige / was ſie

aͤlt / nunmehro nur einen ihres gemüts zu nennen. jtete Fox⸗ daß diefe himli⸗ lchen nachdruck bey ihm gehabt / genblicklich gleichſam entzuͤndet / ſich hauße begeben, nnd mit Eeinen worten

iben koͤnne was er doch in der that bey

erfaren hatte. Der abriß dieſer ver⸗ no g.gieng: ihm. nicht nur denfelben gantzen tag / ſondern auch ie darauf folgende nacht / im gemuͤte herum / und riß ihn ſo gar zu ſich / daß. ern er wolte / noch konte / zu bette gehen. Er gehorchte deshalben dieſer ‚göttlichen ſtimme / unddamiter d dig wichtige werck nach dem voll fen Gottes anfangen und volfuͤren möchte / be» gunte er von dar anyober ſchon bishero ſtets die | gder heil hrifft nebft nebft öffterem faften und beten abgewartet /t doch defto eiffriger ſei⸗ bey nern Fuͤrnemlich / rſahrung ge lernet hatte / daß auſſer

mung de rverderbten natur / zu

ingder b el

ven welt und i hre Fi

fit

ll) ni 10 668 ietzo der ſelben 1)... amycfo viel zu feinem un |‘ „5 ‚ner fehufterzarbeit at

ſtunden zu ge

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ifklichen übungen an. Euferte ‚N aber ‚nicht nur folcher leute/ von denener i wuſte oder mutmaßte/daß fieeitel und weltlich efinnet waͤren fondern auch derer die doch "au fich: nichts ungeiftlicheg es mercken lieſſen Maß⸗ ſen er befante/ daß ihrer viel waͤren / die fehr gottsfuͤrchtig fehienen / welche das wort und die gebote Gottes vor die richtſchnur ihres glau⸗ bens und lebens ausgäben 7 und nach die —J— ihre handlungen noch in ten. Nur dis war ſeine klage/ deß Die men» ſchen die ſchrifft und ihre ine raus erlernte glau⸗ bens⸗und lebens regeln fo ſehr ruͤhmeten / da fie Doch des H. Geiſtes welcher der urheber dies us r chrifft iſt / ermangelten / und daß ſie kein ſolch Z leben führeten/wie es in eben dieſem worte be⸗ = (inc und gteichfam lebend vorgeſtellet wur e. 9— Bey ſolchem zuſtand aber war For nichts N deftoimeniger auch aufden nugender menfchen =. Er nam ihm deshalben vor und machte fich dazu geſchickt / wie * en ſleiſſe und mit dem / was er gefaſſet 1g

Zr IX * *

Ei ana

ef hnchen toolteny. häts

% ſprach wo es ihr | nen Kirchendienern zu / fonderlich folchen, von welei ener verfichert war / daß fie —* an und go

eilte er von ‚feinen, mei⸗ 80 aber that. richtete er ſein eallezeit fo e er

entweder vonder menſchen "nor

Ein m ehröhne

und zu denen / die er voraufe er alsandere bielt / felbfe gehen und mit ihnen reden fülz ym gelegen

got tesfurcht andern zuvor

bon diefer oder je⸗

. J r be Ar ses eng Sn

FERISSRRONENE. ... REN meins oder auch abfonderlich von der chriſten befchaffenheit worte wechfelte, Und hef faſt Cor allesda hinaus / daß es nemlich alle die welz che chriften hieffen / im gebrauch haͤtten / ihren *glauben und leben nur auf der zunge zu fuͤren/ nd daß ihre vorſteher over ſeelſorger ſelbſt / ſich “⸗ bloß mit ihrer wiſſenſchaft und einer lqulichten beobachtung ihres ambtes vergnuͤgeten / uud als lesen. fo nur umb den. lohn dienende; aubeiter woͤren. Daher nam er allezeit unverrichteter fache und mit ſchlechtem dancke feinen abfihied. Dazu⸗ mal war in Dreton / an welchem orte / wie zuvor gedacht / unſer Fox gebohren worden / einer mit namen Nathanael Stephan / diener am worte Gottes. Dieſer Bam oft eher zu Soren 7 als er zu ihm / weil er unter feine kirche und aufficht gehörete. Als nun Fox aud) } bey diefem feine weife niemals laffen Eonte und J fo wol des mannes gantze gemeine / als auch ihn ſelbſt eines ſehr unvolkommenen chriſtenthums / nebſt einiger unwiſſenheit / beſchuldigte / ſich aber ſelbſt zu wieder aufrichtung des verfalle⸗ nen chriſtentums nicht undeutlich anbot / muſte I auch diefer mit betrübnig oder zorne von ihm ! gehen. In eben diefem jahre zog Fox auf man⸗ " 4 cherley ſtaͤdte und veraͤnderte alſo ſeine wonung. zahl! Allenthalben / wo er fich aufhiltzwerdinte er ihm / ä Durch feine gewönliche arbeit / notigen unter⸗ dit halt / und war mit wenigem wol zu v.

it Die feiner nation gleich” ie —* uͤbel hatte dazuwol ebẽ agenom̃e —* hs;

prungen ——

| nad den und in ihrer hof⸗ —9 —“ Beute) auf felbe zu laͤſtern / ſie als unerfahrne und böfe aͤrtzte auszuſchrey⸗ en / und auſſer ihrer gegenwa rtvielfchmahreden —* —* %

en goftesdienfte fich gänglich zu entziehen / und in in heiligen tagen verfügte er ich ‚allein mit f einer bibel in gärte und fels

| —* ser daſelbſt die zeit mit lefen * nach⸗

en meland oe geneiatr

venein ge fo fieng dieſer menſch

fen. Uber dis hub er damals

ns * =

———

| RR. 16:35: | nachdencken/ maffen feine gange'arbeit igt von lauter gedancken / und fein leben inbloffem nach⸗ finnen beſtund. 9 | Zudem Fam noch dis / daß For (der nem⸗ lich die. fache allein geſehen Eund gemacht urd auch begeuget)oft erzehlete/ wie er nemlich gött- liche offenbahrungen nebft viel erſcheinuugen / und gefichtern haͤtte / wie er haͤuffige ant⸗ wort und bericht auf feine fragen bekaͤme / und wie viel vorbergefehene und ihm zuvor verkuͤn⸗ Digte Dinge er in feinem gemüte veriwahrete, Und gab demnach vor/ daß er bald von dies ſen bald von jenen zu chriſtlicher lehr und ler. ben gehörigen ftücfen von GOtt unterrichtet wuͤrde / daß er itzt dis / was man laſſen / itzt jenes / was man thun ſolte / lernete / welches alles durch ihn / als einen von GOtt gegebenen meiſter / der welt ſolte vorgetragen und erklaͤret werden. Er nam aber in folgenden zeiten an der⸗ gleichen fachen immer mehr und mehr zu und geſchahe e8/ nicht zwar damals / fondern eini⸗ ge zeit hernach / als er fehon das predigtambt in Nottingham angetreten ( denn fo müffen wie doch beliebter Furge halben / dasjenige / was der zeit nach nicht zuſammen gehoͤret / in unſerer er⸗

zehlung zu einander fuͤgen / daß Fox im geiſt mit

einem feurigen ſchwerd ins paradiß entzuͤcket ward / wo er nach dem ebenbilde des erſten menſchen Adams / wie dieſer vor dem falle ge⸗

we⸗

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ji 2)8 9

vefeny gebildet wurde. Er erkente die vers -

wrgenfte fachen / und ward foherrlich unter> ſchiet / daß ihm auch die fehöpfung der welt

orgelegt und erkläret und ihm zugleich gezei⸗

jet wurde / wie iedes geſchoͤpfe nach ſeiner na⸗

und fürtreflichkeit feinen namen empfan⸗

%

zen. Worüber er garianfdielen sweifel geriez

he / ob er nicht lieber zu nutze Dev menſchen der

artzneykunſt obliegen / und darimen feinen ver⸗ ſtand und fleiß uͤben ſolte. Es begab ſich auch /

daß ihm GOtt in Leiceſter offenbavete / wie

die geineinen aͤrtzte von goͤttlicher weisheit / die alles erſchaffen und aus geſchmuͤcket/ gantz ent⸗

fernet waͤren / fie hätten Feine erkaͤntnuͤs von

der natur und Den urſachen die in einem dinge perborgen laͤgen / iedoch koͤnte ihnen und ihrer

Eunft geholffen und fie in den beſten ſtand ge⸗

bracht werden / wenn nemlich Die aͤrtzte / noch

ehe ſie den Patienten die artzneyen bey⸗

brächteny ſich zuvor zu der himmliſchen weis⸗ heit kehreten / und nach ihrem geheiß die mit⸗

tel / welche fie brauchen wolten / einrichteten. Hiebey lies es Fox freylich auf alle weiſe mercken / daß er von dieſer art leute wäre / welche fich und ihr thungern hochgeachtet wiß⸗

fen wollen, unddie / wenn andere mit fingern:

auf fie weiſen es vor ruͤhmlich und wohl an⸗ ſtaͤndig halten. Und war es Toren unmöglich Daß er haͤtte feine pffenbarungen und

J bare

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_ bavegaben verſch

weigen / und gedencken pollen/ fie koͤnten als vielleicht nur eingebildete und in’ einem nicht vechebefchäffenen gemüte entſtan⸗ dene Dinge nur verachtet und derlachet wer⸗ den / er erzehlte und ruͤmte fie vielnehr / gleich als ob die verſchweigung eines ſo wundervollen geheimnüffes ihm unerträglich waͤre / ohn auff⸗ hoͤren bey ſeinen goͤnnern und vertrauten freunden / und that dig mit der. groͤſten Zuver⸗ ſicht und freudigkeit / ſo / daß er in ſeiner erze⸗ lung Bott zum oͤfftern davor danckte. Welche ſeine Liebhaber ihm nicht nur ſelber glaubten / ſondern es auch andere uͤberreden wolten / da⸗ mit nur dadurch Foxens lob ausgebreitet wuͤrde Ja For trug ſelbſt hierüber ſolch gefallen und vergnuͤgen / daß / wenn man irgeuds wo was von ihm hielt / oder von ſeinem fuͤrhaben ein gütig Urteil faͤllete / er ſolches begier ig annam⸗ und es ihm notwendig zueignete: Zu deſſen bekraͤfftigung koͤnnen ung die worte eines man⸗ nes / der Brown geheiſſen / dienen / welche er am tage ſeines abſterbens von Foxen vorgebracht /

nemlich / Gott würde in einem wichtigen wer⸗ cke Foxen zu ſeinem werckzeuge brauchen. Dis

erklaͤrte und breitete For alſo aus/ daß er vor⸗

„gab 7 es waͤre Dis ein geſicht und prophe zeyung / welche die groͤſſe feiner zukuͤnffti⸗ gen thaten mit einer unwiedertreiblichen warheit vorher verkuͤndiget haͤtte Und . Be! ig

U ED. —— dis gefihahe auch Atmals von feinen freunden/ davon zum beweiß Fan gebraucht werden Daß fieerzeleten / es harte Nathangel Stephan £ welcher/wie gemeldet worden / in Foxes ger buntsz ort priſter und in deſſen Eindheit fein ans fuͤrer geweſen 7) bey einem fürnemen manne dan Foren dig jeignis abgeleget » Engel fand hätte noch feinen ſolchen zweig als —5 hervorgebracht / er befuͤrchtete a⸗ er / daß er kuͤnftig einige neuigkeiten an⸗ fangen würde.Und zu anderer zeit / wiewol lange hernach / ſolte eben dieſer vor dem volcke in gegentsart Fores geſagt haben / Fox haͤtte das licht der Sonne erreicht / ware aber dahin bemuͤhet / wie er durch das aus ihm ſcheinende licht den wenigen glantz ſeines Stephans verdunkeln und aus⸗ eſchen moͤchte Und meinten dieſe leute / Fox konte nicht hoͤher als auf ſolche weiſe gelo⸗ berwerden. Mir aber kommt es gar ſeltſam dor / wenn ich bedenke daß. Fox eben su der seit bey vielen Ach beklaget / Daß Stephan / (der ihn vielleicht anfangs feines guten kopfes und fromigkeit halben bey fich felbft hochhielt) von dem er doch ſo viel liebe und vatertreue ge⸗ noffen hätte 7 itzt fein wieder ſacher worden? "md auch einesmals aufoffentlicher Canzel in feiner gegenwart von ihm ausgerufen ach

*

drey jare zu / welche gleichfam fein academis

fches leben we ven/ und die er nichts wenigery En

uruͤcke legte. Nachdem er aber ner einſamkeit hervortrat / wels njave geſchahe) und nun wer er

2698

MMſund roasfein vorhaben wäre, den leuten kund machte, mufteman fich wundern waser - ‚dor einen groffen zulauf / und von denen / die ihn naͤher gehoͤret und erkant hattẽ / vor einẽ beyfall bekam / und wie viel menſchen in ſo kurtzer zeit init allen ſeinen reden und meinungen uͤberein⸗ ſtim̃ten. Fox der dieſes alles vor einen göttlichen winck anahm / ob ſolte eꝛ ſich dieſem volcke gängs lich uͤbeꝛlaſſen/ das amt eines lehrers unter ihnen “auf ſich nemenyund alles was eiwan Elugesund tüchtiges an: ihm wäre, zu nuge Diefer leu⸗ te anivenden 7 wolte Diefem göttlichen befeh⸗ de vollig gehorfamen. Er verlies deshalben feine fehufter = werckſtat / in welcher er fich doch ‚niemals als meiſter / fondern als geſelle / nies ‚mals zu hoch / doch auch nicht zu ſchlecht aufges fuͤhret hatte) und machtefich zu einem lehrer und prediger diefer neuen gemeine geſchickt. Weil es ihm aber nach eingeſteltem handwer⸗ ke gn lebens⸗ mitteln zu fehlen begunte / ſo funden ſich nach dieſer zeit im̃er leute / welche / damit fein gutes und ihreꝛ meimmg nach / ruͤhmliches voꝛne⸗ men armuts halben nicht zuruͤcke gehen moͤchte / ihm mit ihrem eigene vermoͤgen zu huͤlffe kamen. ow iſt DIS auch zumelden / daß For, ‚niemals mehr angenommen / als er bedürftig geweſen / und daß / da er bey feinem folgenden | zuſtande feinreichliches und. überflufjiges aus⸗ Eommen hätte haben koͤnnen / er ſich dennoch immer mit ſpeiſe und Kleidung gar. mallig is | aus⸗

#

d

vorlag’ die menfeben zu N es ſchon umb die chriſtliche kirche gethan ſey und wur. re darinnen an lehr und leben nichts mehr rein und ohne tadel y muͤſte man demnach eine neue gemeine und zwar nach der iet bon. iönen angefan enen weiſe / wieder aufrichten. Dazu machtefich ein jeder unter ihnen alſo be⸗ zeit / daß ſie umb die leute her waren / zu ihnen Hingen mit, denſelben ſich unterredeten ͤber dis und jenes klagten / ihr betruͤbnis Andeute- ten / und ihnen die ohren voll plauderten. Als ihre zahl und zugleich ihre verwegenheit in et⸗ was zu nam / lieffen fie gar ungebeten in Die haͤuſer / miſchten ſich in Eleine und grofic Sır- ſamlu gen / und brachten gleich ohne Be gemachten eingang. ihre vedenan. Dder fi: fielen den leuten in ihr gefpräche/ legten ihren entweder was neues / oder auch ‚einen —JD vor / und unter dem ſchein eines wort-wech: ſels / ob gleich niemand ihnen wong zu wider geſagt / noch einige frage aufgegeben hatte, pflegten fie fich viel zu zancken rund’ ale J fie die warheit ſagten viel ſchmaͤhungen au der. leute veligion/nnd ſonderlich auf das Die» | digamt auszuſchuͤtten. Etliche. brachten fel (ii nichts nor / fondern forfchten nur andre aus’ oder fie. fingen gleich von was anderman reden / und die / mit denen ſie zu thun hatten, he öftere Merbolung BE worte / durch un⸗

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—— mn du fuhr/(wie es deñ bey ſolchem —— Ay

Gottes⸗haͤuſern voruͤber / und kamen fo wohl in derer gemeine / welche fich fehon von dem ges woͤhnlichen Gottes⸗ dienſte abgeſonderk hatten /

7

als auch inderer/die noch gedachter religion zus

gethan waren. Und zwar etlichethaten es

zufaͤlliger weiſe / und gantz furchtſam andere aber mit ungeſtuͤmer frechheit. Sie uͤber⸗ fielen daſelbſt die leute in ihter andacht und in ihrem gebete/ und höneten und laͤſterten

—*

ihnen viel dergleichen Dinge unterlaſſen / oder.

verändert und gleichfam veformiret worden/

wird hernach gezeiget werden. voʒ

fie. Und dis war dieſer menſchen anfang. "Daß aber nach der jeit von den meiften unter

2

TTS als der erfte urheber diefer ſache⸗ trieb diefelbe auch am meiftenz und war ans dern mit. rath undanführung behuͤlflich Das

erfte exempel hievon gefchabeinder ſtadt Not⸗

tingham / non, der Die gantze Provintz vegier

vet und benennet wird / und zwar mit wunder⸗ barem ausgange-

der Eivche zu reden fish nicht fehenete wurde

er alda gefänglich eingespgen- Als er aber ig sefängnüs wo ihn dennoch viel erfuchen und. fprechen durften /) verwahret wurde, wandten. | ihm viel buͤrger und auch felbft. der Gerichts⸗ vogt Johann Recles mit feinem weibe und gantzem Hauſe ihre gemuͤter zu / traten / nach⸗ dem Fo dem Gerichts⸗vogt eines und das an⸗ dre verwieſen ſaͤmtlich in deſſen ſecte / und

fiengen in der nähe unier den ihrigen am zu predigen / Fores gefangenſchafft aber waͤhrte wenig tage ni |

Man lebte ist: gleich imısagften jahre / Fox aber indem asften ſeines alters / und trat For im ſelbem zugleich ſeinen maͤnlichen ſtand und fein predigamt an / Die Dvaker aber hielten: es vor das geburtssjahe Ihrer kirche / welches we⸗ gen ihres rhmuchen wolftandes / und wegen der: genade ihrer beftatigung merkwuͤrdig

wäre. Zum‘ wenigften. vechnen fie die

55

wunder ihrer anfangenden Eiche zu Diefem 3. a N jabre--

Denn weil For dafelbft verwegen predigtesund bey voller gemeine. in

Imser

J um Ihe deswegen fi a y vnden / als For eben dazu u

He ha ar genau⸗

Imn ng Por gi ya ln waR ange zus Dat 18 feld, Dar 13 “N ve einen Era ck 207 Welches eintveil war die uͤber dis / daß fiekeine gefunde vernunf fehatte neh Ha liche mark ‚ausftehen m

Artzt ol ih gleich ine ad. fh en/ u

ung ihrer gyal/das geblüte laſſen / nde ge⸗ gi und fa Q

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EBENE no Helchefolchesubel wey und dreiſig jahr getra⸗

den / dieſe haͤtte man zu Foxen gebracht / und da waͤre ſie mit vielem geſchrey und ſchreckli⸗ chem bruͤllen / unter dem abſcheulichſten ge⸗ ſtancke / den fie ausgehauchet / vor den augen ei⸗ ner volckreichen menge durch Foxen von ihrem boͤſen geiſte befreyet und zurecht gebracht wor⸗ den. 50% erzelte auch / daß er in Leiceſter auf einem flecken / der Trikosſio geheiſſen / einen krancken und von feinen aͤrtzten ſchon verlaſſe⸗

nen mann / nachdem er über ihn etliche worte geſprochen / und die hände gen himmel geha⸗ benz geheilet hätte. Noch was anders ſetz⸗ ten feine freunde hinzu / denn dieſe berichteten? es hätte fich begeben / daß / als Roy einevede . andas volek vollendet / ihm ein weib / das ihr mann begleitet / entgegen gelauffen ware? welches voller Fräge und geſchwuͤre / ud desw⸗ gen mit: pflaftern bedeckt geweſen. or hatte von ihremmanne geforſcht / ob er wunder glau⸗ beie / und als dieſer mit det antwort zweifel⸗ haftig verweilet / hätte Fox eben dieſe frage an das weib abgehen laſſen / und nach demes dieſe bejahet / hätte er ihr die pflaſter abgefteichen und dem elenden weibe ihre gefundpeit wieder gegeben. Uber dis wuſte Fo und feine mitges fellen zuberichten / daß Foren hande bisweilen auch. durch bloſſes anvühren eingleiches verrich⸗ peehätten. N:

1 a Auf

| en.

| meine ex

.' damit Ai inige ehre enzoder ii. —— "RE >

ME lei jeehun fedisdeshalben/ Daptiezwar etlı- chezeichen der erften und apoſtoliſchen kirche

bey ſich ſehen laſſen / zugleich aber darauf ber dacht feyn z daß / wenn die fache nicht. allen deutlich genung vorkaͤme / fiedoch nicht fihane deund fpott davon zugewarten hätten. Oper.

es koͤnte auch feyn z daß fie es dem Herren

‚Ehrifto / der feine wunder und weiffügungen bisweilen verborgen hielt / in dieſem ſtuͤcke nachthun wolten. Sie ſagen ſerner auch / daß

von ebẽ dieſem jahre an ihr anhayg fo zugenom⸗

men / und ſie ſich ſo feſt unter einander ver⸗ bunden haͤtten / daß fie itzt eine gewiſſe / wol⸗ gegruͤndete / und nach allen regeln eingerichte⸗ te kirche vorftelleten + bey der zwar Feine aͤu⸗ ferliche geftalt / iedoch eine ungemeine aufrich⸗ tigkeit zufehen ware. Danun bifhero Die meiften unter ihnen fich zu ihren vorigen kir⸗ chen gehalten zund entweder allein / oder auch mit wenigen andern ihres Gottesdienftesabs gewartet hatten fo fiengendiefe hingegenistin geöfferer anzahl und mit einerunbändigenvers

wegenheit an / ſich von denen / mit welchen fie

zeithero umgegangen / abzuſondern / mit einer⸗

ley mund und gemüte ſich zu vereinigen / ſich

nur zu einer gemeinſchafft zu bekennen / ein

geiſtlich verbindnis aufzurichten und wo und wenn es die gelegenheit gab / zuſammen zukom⸗ ‚en und ihre geiſtliche geſchaͤfte abzuhandeln. | u | Ihr

67

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fie ſich abgeſond glauben und zu t

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Hr N —— aber m

beithaffendag he zeigte / was von dieſer kirchen davon ndert hatten / gewoͤhmich

en / als was vor md zu thun noͤtig waͤre. gen war ihre religion ſchlecht und einf

jen lehr⸗ fie felbft zu Im uͤbri⸗ ltig / hat⸗

te wenige nötige glaubens⸗articul und dar⸗ unter gar keine / die zu wichtiger / und mehr wunderbarer / als zur froͤmigkeit dienlicher din⸗ ge betrachtung gehoͤret haͤtte / ſondern nur folche/ die das in einem ieden hertzen ſcheinende liecht / und das inwendig fchallende gottliche wort ber traffen / und Die zugleich mit der innerlichen ges meinſchaft mit GOtt / mit der ehrerbietungund liebe gegen GOtt / mit der vollziehung des goͤttli⸗

henwille

ns/und mit der menfchen pflicht/die fie

‚unter fich fetbft einander fehuldig ſind zu ſchaf⸗ fen hatten. Ihr Gottes⸗ dienſt wurde ohn alle zubereitung und ceremonien / und entwe⸗

n ſtillſcheigen verrichtet / oder ſie in der ſtille ſo lange auf den

geiſt bis er fie zum reden antrieb. Und denn und worte in den hertzen / betrachten 7 ud «

fi dab

hin bemühen folten / daß fie we igueten und GOtt unterwuͤr fen / und daß ein ied

des lebens / zur beſcheidenheit und maͤſſigkeit⸗

er zur bu

ſich ſelbſt ſſe und heſſerung

PN f " |

jur we d beftändigkeit. in Worten Mi wercken / und zu allen andern fi olchen verrich⸗ kungen fich, bereiten möchte / welche den men? fehen anftändig find, diefelben unter einan⸗

warbeit un

0

feBen mit den worten ü

fie in gemeiner cönverfation,and unter ſich

felbft fich ſehr tugendhaft aufzuführen wuſten

Wenn fie mit iemand zu thunbatten/

9— fie eine geoffe leutſeigkeit und gelindig⸗

keit / und in gefellfehaften nicht geringere ber ſcheidenheit ſpuͤren Ihr Geſichte war voll ernſthaftigkeit / und ihre reden voll bedachtſam⸗ eit Un ihrer Eleidung ſahe man nichts zier⸗

x

liches / und inihren häufern nichte praͤchtiges /

ob ſchon etliche unter ihnen, herrlich und koͤſt⸗ lich leben / uͤberfluͤſſige mittel hatten. Am meiſten war. ihre liebe / ſorge / und wachſam⸗

Feit vor die ihrigen merckwuͤrdig / welche fie ſo wol in denen zur religion. gehörigen Dingen durch aufficht und nachfrage nach eines ieden

zuftande. als auch indem / was das menſch⸗

liche leben betrift ausübeten. Ihre geber⸗

den wuſten von keiner hoffart und ruhmre⸗ digkeit / hohe und niedrige giengen ſo vertrau⸗ lich geſpraͤchig und freundlich mit | | unmb

br Daß es bey ihnen nichts neues od tand er und rei arme orteg na

N ebenbild, unD einfalt / jugleich über aud) ihre - wuͤrde und

te / als eraber zu diefen leuten Fam und noch hatter iſt er in meinung durch J——— | erfü rt zu ſeyn / gangauf ihre feitg getreten. Wiewol andere und faft alle vor dieſer Dvas thun einen fo groſſen abfcheu trugen und gnur fo gar vor Yerftellung kn u; / a

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648

Fer ausgaben daß es ihnen |

Er ei n ihre reden und "geberden nur zufehen und anzuhöven/biel mehr

‚aber zu billigen / unmoͤglich war. Diefe ſchuͤt⸗

At

teten daher alle nur erdeirekliche ſchmaͤhungen

auf fie aus/ und ſireueten / wiewol ohne grund

von ihrem leben und von Ihren kunſtſtuͤcken

"atigzeg waͤren dieſe menſchen die leichtfertigſten unter allen/fie wären exorciſten / damit ich den gemeinen namen bebaltey und zauberer/ welche mit ihrer feheinbaren lehre aller boßbeit thür und fenfterevöfneten / and mit ihren Des mäntelungen, mit befehtwerungen und blend» wercken Die leute zu locken und zu fangen pfleg⸗

en. Die Soacker hingegen gaben auf ſol⸗

‚che reden zur antwort und troͤſteten ſich da⸗ mit / daß fie auch in dieſem ſtuͤcke den erften chriſten und ‚allen frommen / die immer ein ſolch unverdientes ungluͤck betroffen aͤhnlich ee Seh wende mich aber wieder zu Foren. Diefer hielt fi) einigezeit zu Mansfeld auf

und als er dafeldft in ein Gottes Hauß kam /

‘Mm weichen gleich der Diener Des Worts eine rede ablegte / fing For an wieder dieſen zu pre⸗

#

Digen Das volek aber, welches nicht wenig

darüber erzlienet vounde 7 ſieeß denſelben mit Händen und fuͤſſen hinaus / und warf ihnins ge⸗

fängnis. Und da er noch denfelben tag gegen

leute

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abend toegelaffen wurde / jagten ihn eben viefe

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2 ee. zulaffen wolte. Oder fie griffen endlich. dis

befondere theil der lehre an da jene ſprechen /

daß die frommenin dieſem (eben eine vollkoms

mene und die von dem ‚gefege erfoderte heilige

keit nicht erreichen koͤnten / dis meinte er⸗ waͤ⸗

ve nichts anders / als den fuͤnden ſchmeicheln und

fie in ſchutz nehmen. Worinnen doch For nicht

bedachte, daß ihre und feine ſache bey ſolcher

befehaffenheit einander nicht ſo ungleich wären.

Deum ob ihm ſchon ſein herumblauffen und ſei⸗

ne gantze muͤhe uicht bezahlet wurde / that er

88 Dennoch auf ſolche weile vaß-ihm. alles / was er brauchte / noch eheer darumb bath / Wetragen wurde; ſolte Die nicht geſchehen / ſo war ihm unverwehret / den fliegen’ gleich uns MR. ‚gebeten zu Tommen / und wie mäufe von frembder fpeife zu zehren. Was die ſchrifft be⸗ anot/ ſo brachte er ja kein wort / noch einen ein⸗ ‚gangzu feiner rede vor / ſo oft er als ein lehrmei⸗ er des volckes demſelben ein geheimnis entdeck ter dasernicht ſelbſt vor Gottes wort ausge⸗ geben hätte. "Und endlich ftellte er ja felber den feinigen die innerliche und: geiftliche kraft und verbindungdesigefeße® niemahls oder ſehr ſelten vor augen / und legte ihnen nur die aͤu⸗ “fertiche tugenden dor / daß er alfa denfelben pieldinge / die warhaftig ſundlich / und dem Ge⸗ ſetze Gottes under vollkommenheit zu wieder waren / verhelete. Gleich itzt aher —2*

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1 ‚fien ae frug Due Br 8‘ So an Saꝛde⸗ einen Hp vesbyterianifcher iM ſuchte / und nad): ) gr zzen verſamli ng ‚feine m

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ortrue vor ans

| nigen zanck und wortftreit “ins zucht⸗haus geſtecket / und —9 ſechs ‚monat über verwaret wurde. Seine leute pflegen. fonft: des &hrifinden namen⸗ ſich nicht zu ſchaͤnen / wiewol ihrer. etliche ſprechen / daß dieſer name in dem erſten Jahrhundert den Juͤngern Chriſti von ihren i wiederfachern den Juͤden und Heiden ſpottwei⸗ #* * worden / und andere meinenz er wär "re zu genau eingeſchrenckt / und enthielte dahero ii nicht alle liebhaber Gottes und mit⸗erben der » göttlichen gnade in fich 7. fondern nur diefez welche Ehrifti namen erfenten und befenten. Weil aberdiefe Dvaker ftets den namen des ‚lichte inmunde führten 7 und Ehriftum: als. ein licht 7 welches alle menfchen erleuchtet / predigten / auch die leute ſaͤmtlich dazu ver⸗ maneten / daß ſie in dieſem licht / als die kinder des lichts wandeln ſolten / fo waren fie von den ſpoͤttern bis auf dieſe zeit bekenner und kinder des lichts genennet worden. Und pflegten fie ſich dieſes nahmens ſonſt nicht zu be aber wurde Ihnen der. ie

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MEINEN, 22 De VER „pfüche nahmender Quacker/ und zwar umb dieſer urfacheweilleg/ gegeben. Als For ge⸗ faͤnglich verwahret/ und un terfchtedliche mahl ſcharf ausgefraget wurde / vermahnte ex die⸗ jenigen Richter 7 welche der nachfrage vorge⸗ ſetzt waren / zumöfftern / daß ſie Gtt ehren und fürchten / gegen feinem wort erzittern / und ſchaffen ſolten / daß fie mit furcht und zit⸗ ‚gern ſelig würden. Weil nun For und fein ganker anhang dieſe worte zu ihrer ſteten rede und vermahnung gebrauchten/ und einer von den Richtern‘ / welcher Jeremias Bennet

\

hieß / hoͤrete/ daß For von diefem utern ſß offt meldung that nente eꝛ Foxen und feine gan⸗

Be ſecte / Dvakers welches wort aus dem En⸗ gellaͤndiſchen (als Der ſprache die er redete ) uͤberſetzt Zitternde bedeutet. Und als dis noch Dazu kam / daß fie unter ihrem oͤffentlichen Gottesdienſte fich umb etlicher urfachen wegen nach) art der zitternden aufführten » meinten andere umb fo vielmehr grund zubabeny fol

che benennungdiefen leuten zu zueignen. Daber

fie von dieſer jeif annicht andersvals Sitternde ‚oder Ovaker find genennet toorden weichen. nahmen fiedoch hernach gar guͤtig und mit eini⸗ ger gefehickligkeit ausgeleget und fich zugefchrie> ben haben wie ich zu anfange Diefes werckes be⸗ richtet habe. Im uͤbrigen erzelendie Obaker⸗

daß dieſer Richter Bennet In dem er gleich

13

vie

noch der krieg zwi und denen die vo reten / wie manı

war dieſe ſtadt dab: 3

bin ja 16 Doch ni

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N BL. N Hflegen / gänglich bezivingen möge. Ich bin ein ſoſdat⸗/ H führe elta, bi fireite auch / daß ich umb meinen / euren / und aller leute friede und, el wol bep menſchen / als bey Gott michbes inähe- Und 9 daß doch Ihe / ja daß doch alle mir in biefem ftüche nachfolgen möcheen ! Ich besehre denmach ud bitte von eich Z daß ihr mir hieriunen ferner Eeine beſchwerligkeit machen) und euch ſelbſt in keinen ärgern. zuftand / als er igtiſt / ſtuͤrtzen wollet damit niche Gott der. oberſte Herr aller Kriegsheere umb eurer ausges uͤhten fündlichen freiheit und frechheit willen durch feinen brennenden zorn / der die zeit dev rache wol in acht niimt/

und ſich alsdenn nicht zu. erbarnien weiß / euch eivig vers derbenmöge Durch welche kurtze tede Fox gar. nicht feiner "wiederfacher zorn geſtillet / daß er. ihre wilde graufamkeit nur mehr erreget/ yon der fie Dis zum merckmale wolten ſehen {affen/ dap fie Foren ist. nicht wieder in dag gefaͤngnuͤs fondern in ‚eine ſtinckende geube unter der. erde zwiſchen Diebe und übelthater. ſtecketen / woraus er toch nach andern ſechs monaten befieyet ward. Fores gemüte aber verzagte auch in diefer trübfal nicht vielmehr wurde er itzt fo behergt und verwegen /daß er nicht nur inden Provintzien Leicefter/ Darbey / und Nottingham (welche nemlich im anfan⸗

ge und lange hernach gleichſam Die werckſtatt und der fchauplag feines verſtandes und vor⸗ babens geweſen waren) ſondern auch. in dem Hertzogthum Jorck in dei Grafſchaft Lan caſter / und in der gansen gegen abend liegen⸗

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- geleget/ als er eben Barca di ı die na y Br | ten geth an. J— N RN 3

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und ‚geprediget/ jedoch bat er \ 1b} A ! hin e | mals fo oft geifttiche veden.an die feinigen ad⸗

Weil For aber nicht ———— zu gegen feyn noch überall mündlich reden kon⸗ te, legte er ſich von der zeit an auch auf veibung der briefe/ welcheer an unterſchie⸗

ſchreib dene geſelſchaften und fonderbare perfonen abe

| ſchickte / und darinnen einen —— was

ervornöthig hielt / erinnerte. Und noch heute bey vielen groſſe gebiinder fei einer brier fe ‚fehenvdie an einerley menſchen gef hrieben

Wiewol er in denſelben mit nichten

J die Fraft feiner ausfprache und vede ansges

druͤcket / als welche alle nicht nur mit faſt un⸗ derſtaͤndlichen buchftaben und zuͤgen/ ſon⸗ dern auch mit fo einfaͤltigen und oft. jo harten. ‚und ſchweren redensarten geſchrieben finds daß fie nichts weniger c als von dieſem im veden fo geibten manne ausgefe tiget rk Wir wollen dag erfte ea a | 9

ben welches umb Das fünfzig 9 tejah

Lid seehriben hieh Mh fe

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TE aan belieben lafien.. Es war in Engelländifcher ſprache gefchrieb&zund heift in der dentfchen alfo: Der. Herr it Rönig auf dem ganken erbboden. Desmwe- gen lobet und vreiſet alle Voͤlcker euren König in wahren gehorſam / indem glanf der heiligkeit / und in aufrichtig⸗ feit. D! betrachtete in wahren gehorſam / die ihr den herren mit verftande kenne f/ und merckets und betrach- tet in ſtillſchweigen / in unterwerfiung des gemütes / fo werdet ihr den herren zu euch in eurem gemuͤth reden hoͤ⸗ ren. Seine ſtimme iſt füß und anmuthig. Seine ſchaffe hoͤren feine ſimme und tollen Feine andrehören. Und wenn fie feine ffimme hoͤren freuen fe fich und gehor- chen / undfingen auch vor freunden. O! ihre bergen find. mit einem ewigen triumph erfüllt. Sie fingen und {oben den ewigen Gott in Zion. Ihre freude wird nie⸗ mand von ihnen nehmen. Ehre ſey dem Herren in

Be 00000 Indieſem funftz igſten jahre erfübntefih auch Eliſabet Hooton / ein weib von ziemn lichem alter / derer geburts⸗ und wohnz ſtatt Nottingham war / am erſten unter den weis bern bey den Ovakern es den männern nach zuthun ‚und öffentlich zu. predigen. Durch welche that fie bald mehr ihres geſchlechtes zu gleicher kuͤnheit und verrichtung anreigete. &r bendiefe reifte mit Foren nach etlichen jahren : in Neu⸗Engelland z und als fie dafelbft ſich gang dem predigen ergab mufte fie viel von den einwohnern leiden / und ſtarb endlich in der Aufl. Jamaica ch wende mic) aber wieder zu Soyen. Diefer war bey feinem beharrli⸗ 5 ne. en

x ale der Meder des prediet ger N endiget / fing Fox⸗ augenblicklich an fuͤr der gantze Gemeine mit feinen unvorher bedachten und. ftrafreichen veden zu wettern / entwich aber FR und fam ungerochen und ungef traft:

avon. Wenig tage hernach griff er in einem Gottes hauſe zu Crantſik einen ſehr beruͤhm⸗ ‚ten Prediger/ bald dieſer den ſo genanten 7 teyt verlefen hatte / mit einer ſolchen rede an bie

nichts anders als die verachtung der wuͤrde / des

ordens / und der religion dieſes mannes zum end weck hatte, Welche fhandthat Foren in die groͤſte gefahr ftürgen Fönnen / weil aber 3 alt alle diefe verwegenheit und beſchimpfung oor ſo groß hielten daß keine rac he ſie nach ver⸗ dienſt zu beſtraffen genug waͤre/ geluͤckte es = ihm auch damals N daß er ohne ſch Tom. Si, ——— —9— Ih wildo h bon einer predigt / die Fe dd gantzen feibe gethan / etwas weitlaͤ f— Di reden. Erreifee mit elipen fremde:

DM a N feiner vaterlichen Provintz Leiceſter auf dent ‚ande herum / und fahe von ferne eine ftadt fiegen; dochalsernicht wuſte / was es vor eine warez fragte er feine freunde deswegen / die ihm die nachricht gaben / daß es Lychtfeld fen. he ftunde machte For den ſchluß / dahin u veifen ; undallen bürgerny hohen / mitleren / und niedrigen / ſie moͤchten ihm gleich gans une befant ſeyn / den fluch anzukündigen. Senn ich Kalten jabrbücher der Britannifchen ſa⸗ chen in gedanken durchblaͤttere / faͤlt mir ein, daß umbeben diefe fadt unter dem wüten und - audenzeiten des Käyfers Diocletiani 7 ſehr viel chriſten als Marterer aufs heftigfte find geplaget/ und viel mit den gröffen martern ‚gepeiniget worden ; hernach als Heinrich der fechgte in Engelland regierte / iſt auf Dies fem Eychtfeldifehen boden zwifchen den kriegs⸗ heeren des Königesund des Hertzoges von Sa lisbury fo hefftig geftriiten worden / daß bey⸗ deheile eine groſſe niederlage erlittenzund Das Königliche heer faſt bis aufs aupt gefchlagen worden / daß alfo beyde mahl dieſes breite feld mit menſchen⸗blut hauffigdefudelt worden. Sa noch nicht gar vie⸗ len jahren / als der ſchaͤdllche einheimiſche krieg den Koͤnig und das volck ſo zutrennete / ward auf eben dieſen lägen und in dieſer ſtadt viel menſchen ⸗blut vergoſſen / welches Foren nicht Ka » | D 4 unbe

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1] u waͤre. Konte auch weder itzt / noch Ren

ame Dieſer richteten ® arauf zu⸗ wol ie |

hr on fich gel. fen) Eonte er nicht rten; er folgte Daher feinen augen ac). I ieng in A, Sr *

was Be Au zu * De fäer ob fich was begeben haͤtte oder noch zutra⸗ gen ſolte / ob es eine andeutung/ antuͤndigung / ander vermanung zu einer wehklage und beffer zung des lebens, oder ſonſt eine erinnerung was davon erklären, und mehr nicht be

ten ale daß. er dis/ eine ſache die ih

in ſein N uͤt ei * ‚geredet | put reundes ure⸗ A n vormals in und in den

am Fan ein blutiges baufiie geſe⸗ hen worden. Indem er nun die gantze ſtadt mit ſolchem geſchrey durchlief / lieſſen ihn die bürger gehen inmeinung / Der menfch vafe / und fey entweder nur auszulachen / oder felbft zwbeklagen. Deshalben als For durch den

sangen leib und alle glieder erfroren undvom

kauffen fehr ermuͤdet war/ gieng er endlich zur ſtadt binaus; und kehrte wieder zuden Hirten. | sh dahin kam empfander an feinen füffen fo ein himmliſches und gottliches feuer + daß es ihm gleich viel galt ob er die ſchuhe wieder anfegete / ‚oder nicht 7 jedoch 309 er fie auf GOttes vermahnung an und begab ſich von diefen oͤrtern hinweg. Offt trug ſichs war zu⸗ daß die leute

Foren vor einen unfinnigen und im gemüte verrückten mann hielten / und ihm deswegen / 5 wie billich nachgaben. Aber feine beftäns digkeit und verwegenheit blieb nicht überal uns geſtrafft. Deshalben ihm an manchem orte der zutritt verwehret wurde / daß er auch nicht einmal da einkehren / und in einer herberge auf der reiſe feinen hunger und durſt ſtillen durfte / ſondern manche nacht unterfreyem himmel auf dem felde ohne ſchlaff und nuͤchtern zu bringen muſte. Wenn er anderswo unverſehens an⸗ kam / ward er mit den trotzigſten worten und —5 —* war er irgendswo

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ten befehlisteny und von ihrem wuͤten zu ber freyen fuchten. Anderswo in eben dieſer Pro pingy zogen fie Foxen wenn ev zu Ihnen wol⸗ e / troppen weſſe / mit leichter ruͤſtung ange⸗ thanz entgegen und vertrieben ihn von ihren ‚Örengen. Foy indeffen beharrete nichts Dee ſtoweniger mit einer harten und gleichfam eifernen gedult darauf / ſolch verbrechen und alle.gefabr ferner auf fich zu nehmen. Fuͤr⸗ nemlich aber wenn ihn dieſes übel manch⸗ mal kraͤnckte glaubte er / daß Die ihm von GOtt auf dem gipfel eines ſehr hohen berges gezeigte länder / worauf er ſich ein ſonderba⸗ yes volck erlefen hatte ; daß der brunn wel “chen er in dem abfehüffigen theile eines berges gefunden und mit deſſen waſſer ers nach dem ‚ev etliche tage wenig fpeife und tranck zu ſich denominen / ſeinen durſt geſt illet hatte und daß (endlich die menge leute die er kurtz darauf bey einem flieſſenden und ſtill hinlauffenden waſſer / ‚mit weiffen kleidern angethanszu GOtt nahen gefehen hatte / ihn famtlich'erinnerten und gleich⸗ am nichtszu ſcheuen / ermaneten. Und ſolche wunder ſchrieb er fleiſſig auf / und erzelte fie ſei⸗ non ſreunden J— Das ıögafte jahr war num verhanden / von welchem man diefer fecte fortgang her⸗ rechnen muß / da bishero nur ihr anfang ges wefen. Zwey dinge pflegen gemeiniglich ei⸗ nem neuen unterfangen mehr wachsthum * | F— anjer

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ſehn / verſamlet / und die / welche einerede hal- ten wolten / der menſchen gegenwart / und zu⸗ lauf in kirchen / in rathhaͤuſern / auf maͤrck⸗

en in zwingern / auf ſcheidewegen und an⸗

dern orten in acht genommen hatten / don annen fie doch durch das volck mit feinen

und priegeln waren weggetrieben / oder auch

unterweilen in Fetten und. bande geworffen worden ; fo Famen fie ist in den baufern zu fammen 7 unterredeten ſich darinnen / und ‚warteten ihres allgemeinen Gottesdienſtes aby alwo fie fo wel vor andern befcehwerligkeitenz \als auch vor dem ungezaͤmten rafen Des vol⸗ Ees ſicherer waren Beydes it nach und nach und gleichfam ftuffenwoeife / manchmal “auch mit wunderbaren zufallen/ a 7’

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N R66 Bi 2 ch habe ſchon geſagt daß Kork / Fans after und Weſtmorland fürnemlic) die Pros sinzien gervefen / in welchen For damals. here umboezogen. Der erfte aber / der in dem Herzogebum Jorck Fores ſchuͤler / und bald darauf fein amts⸗gehuͤlffe wurde / iſt Gvilielm Dewsbure geweſen / der in dieſer landſchafft aufden dorff Allitorp gebohren worden Bor dieſem war er in dem ſtaͤdtlein Wakefeld ein wollinfehläger geweſen / und itzt diente er uns ter Oliv er Cromwells / des Beſchuͤtzers Britan⸗ nien / armee / vor einen pfeiffer. Dieſer hatte Foxen predigen gehoͤret und als For am abend deſſelben tages / umb ſeinen gedancken nachzu⸗ hängen, aufs feld gieng folgte ihn Dews⸗ burenach und gab zuverftchen/ Daß er zwar kängft mit Foren einerley ſinnes geweſen / er waͤre aber iht Durch feine rede noch mehr ange» trieben worden / daß er es nun ganglich mit ihm hielte; und redeten fie ferner alle beyde recht eyfrig von der ſache. Kurtz darauf begunte Dewsburefelbft in diefer ſecte zu lehren / und zupredigen/ und fie auszubreiten / fo daß ev diefes amt mit geoffem lobe und gluͤckwuͤn⸗ ſchung der feinigem verrichtete. Wiewol dies fer feine. meifte lebenszeit / wegen der vermeſ⸗ ſenheit undftandhaftigkeit in feinem ampte / in gefängniffen hinbrachte. Und ſagte ers weil er dis unrecht umb des guten ——— —— | en

Robinhoodsbay ber | iſt / Pfarrer der offentlichen gemeinewar. In der Sraffchaft Lancaſter trat zu Foxen und feiner ſecte am erſten HRichard Hib⸗

berthorn / der in dem mitternächtigen theile

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——— deſer Grafſchaft au

| f einem ehrlichen ort gez boren/ und tugendhaft auferzogen worden. Damals hatte man ihn unter des ‘Parlamente heere einer compagnie foldaten vorgeſetzt / und war er van ſolcher froͤmmigkeit / daß er oftmals ven einem erhabenen orte 7 nad) art eines Dredigers/ die feinigen anredie. Dieſer nahm nicht fange hernach unter den Obakern das » predigamt mit ſolchem fortgange auf ſich / daß himn le mit einem munde das groͤſte lob zur eigneten. Seine hinterlaſſene ſchriften geben su erfenneny Daß er im diſputiren zwar nicht ungefehieftriedoch allzu heftig und zu ſcharf /a bisweilen auch fehr feindfeligund mit ſchmaͤh⸗ geden verfahren habe. Thomas Thaylor und fein bruder Chriſtoph Thaylor / bey- de Diener des wortes in diefer landſchaft war ven gleichfals unter den erjten. Und endlich auch Award Farnsworth / der einbuh geſchrieben / welches von den woͤrtern DU und FEHR handeltriworinnen er mit vielen ausder gantzen bibel zufammengelefenen erempeln bez meijen wil / daß es unrecht feyy wenn mans einzefe perſonen anzureden / ein ander wort ale DU gebrauche.. In Weſtmorland gefellte fich Jehann Andlant che als alle andere su diefer gemeine / und nahm das amt ein es leh⸗ tersauffich.Hernach Franciſcus Howgil/ hi NE

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keuten gelehrt und nüßlich genung.

BE wieder / und war unter

dieſem tratt auch Eduard Burrong nen / der ein juͤngling / und bauer von fechzehn odet ſiebenzehn jahren war 7 und doch erolich ‚einem manne gleich zu geoffen Dingen gebraucht: wurde. Letzlich vereinigte fich auch zu Der zeit

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Bug und —— den der wiffenfchaft willen / die er in ihren beyden ſpra⸗ ‚chen hatte / ind feiner froͤmmigkeit und befchetz denheit halben 7 nicht unbefant war ; und iſt oberfihon fehr alt iſt/ wegen feines vers ſtandes und fertigkeit in muͤndlichem und ſchriftlichem aſpouren / noch bis auf den heu⸗ tigen tag beruͤhmt; ‚anderer nahmen zu BR

ſchweigen ang & viel J daß aus denen/ welche Foren und feiner lehre am erſten andhienge/ nicht nuꝛ an obgedachten bꝛten/ ſonder in und wieder alleı ıthalbenzihrer viel fich ſowol n ‚> il ie gemeinen / als auch I m

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pfieng For und feine feet

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t: Mi w in. magneten/ angezogen wird / Durch ihr

MNoch mehr zierat und wachsthum em⸗ |

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Graffehaft Sancafterı wovon wir ausfuͤhrli⸗

and. frömmigkeit Thomas Seh

ter aus dem von zwoͤlf maͤnnern beſtehenden Gerichte, und fein weib ta Fell beriimt. Bey diefen machte fich or / nache

ab er ſchon gores geiticje aufatmmmenkpniint

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zu fhanden ward. 2 leute neid 1) be |

su wider waren. Und fo viel ift von dem mann zu berichten gemwefen. Was aber fein weib anlanget/fo entzog ſich Diefe fü, gar Den verfamlungen det unſrigen / daß fie vollig zu den, Obakern übergieng./ und Mit ihren ahr

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gantzes leben zubrachte. ie nun über dis ihr mann fie heftig liebte und ihre. gottesfurcht -

felhe Hoch hielt’ ſo konte fie vom ihn mit leich? ‚ter mühe erhalten daß ihre wohnung Foren’

und feinen übrigen geferten / U einer gemei⸗ nen herberge / ja gar zu einer kirche / worinnen ſie

nach belieben ihren oͤffentlichen gottesdienſt begehen eingeraͤumet wurde, in wel chem zuftand auch Dis haus nach Selles tode/

bis zu Foxes / ale Ihres andern ehemannes / ab⸗

ſterben geblieben iſt. Margareta verließ end⸗ lich kurt nach dieſer ihrer hekerung / alle weib⸗

liche arbeit, und tratt felbft in dieſer geſell⸗

ſchaft das lehr⸗ und predig⸗ ampt an / pflegte auch hernach nicht nur mundlich / ſondern zu⸗

gleich mit unterſchiedlichen von ihr geſchriebe⸗ en und heraus gegebenen kleinen buͤchern / ih⸗ ve fandsleute zu unterrichten / und in Ihre ger |

meine iu ziehen. Ja es ward diefes haus und

dieſer ſtamm von der zeif An gleichfam. die ſchule und werckſtatt / aus welcher ſolche ſecte fo wol mit zuhoͤrer und ſchuͤlern / als mit leh⸗ ver und rebner männlich und weiblichen ger

ſhlechles beſetzetwurde. | Denn

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en hatte vater und feinem. altern ſoh⸗ len und geferten gege⸗ ;er den fohn mit feinem und ermuntern moͤchte / und e wind / und faſt eben zu je⸗ aſt | id See hauſe / und hernach dern / bey. den Ovakern / kir⸗ tat ſich Caton unter dieſen vor/ daß fein vum au | ck erſchollen iſt. Doch ug; weil dem Caton / vein/ oder / wie. eu Leonard, Fell nach⸗ familie aͤltſter ſohn/ [3 ng und freude war 1, und ed 7 ale Fe gebräuchlichen aſt / ale ſau es Dee " einem haufe

| jede Ag ee —1 hen geſchlechte trat die 8 Sara Fellin in eben

efe Fußſtap en / und verwaltete ein gleiches

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u —— a HD DER denen ſich Fox / und dies welche ſich zu ihm geſellet / aufgehalten. Als

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ache at Feinmalund in ng abzuhandeln. | bey ſeinem wenigenae unterftanden halte / ſtieſ⸗ 9 ! aufe/ und enterbe en ihm nötigen mitteln. ar / und von ſeinen neu⸗ ne 9 hülffe genoß/ führte liches iben und blieb OH ger in folchem vorhaben Je n er. aber biel und lan⸗

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Fb immer näher nach Cchöteland zu. In? dem aber-dieferleute menge fo zu nahm ward. uch unterdeffen ihrer roiderfacher neid und. ‚ill feindſchaft groͤſſer. Und wurden fie nicht nur 0 Nberall heftig außgelachet , fondern man griff fie auch mit vielen ſchmaͤhungen any undbes . Sihuldigte fie vieler gottlofen ſehrſaͤtze und boͤ⸗ fentbhaten. Weshalben an manchen orten den Gtadtrichtern macht gegeben mwurde/ wenn fie den Quafer For / an andern orten . wenn fie ivgend einige Dvaker (wie fie denn ‚Ist insgemein fo genennet wurden ) antreffen - folten / daß ſie felbenicht frey lieſſen / ſondern entweder in dem ſicherſten gefängniffe vers wahreten / oder von ihren grengen wegja⸗ geten. Detinach wurden Naylor und Hom- » gilau Appelby gefänglich eingezogen. Foren widerfuhr als einem ketzer / Gottes ⸗laͤſte⸗ vver / und dem groͤſten unter dieſen betruͤgern/ ein gleiches zu Carlile in Cumberland. Und ging ſchon Die rede daß die Richter ſich be⸗ ratſchlagten / ob nicht dieſer ſchuſter ſeines ſte⸗ ten betrugs wegen zum tode verurtheilt wer⸗ den ſolte. Wiewol die fache gank anders abs her > maffen For ohn einige fehande loß ger rohen und nur mit einer ſcharffen errinne⸗ zung Davon gelaffen ward. Guil. Caton und Johann Stubs wurden in Kentzu Maidften ausgepeitſchet undin Lancafter muften die IR | Donfee

* 807 Duaker anunterfehidlichen orten viel gewalt meitehen. - mn. © IN Weil aber ihre fecte und veligion noch dicht in den übrigen theilen von Engelland ir gnüge befant war 7 und man noch in Rönden als in der hauptſtadt / und dem kurtzen begriff des gantzen landes / auſſer durch der frembden geſchreh und reden / wenig von ihnen erfahren hatte ſo ernennten dieſe / welchen folch ampt aufgetragen war / etliche aus ih⸗ ser zahl zdie vor andern gefchickte lehrer und prediger abgaben7 daß ſich felbige anderswo bin begeben dafelbft Die leute bereden und über» zeugen / und der Evangeliſten und Apoſtel ftels fe vertreten folfen, Es geſchahe dis im vier und funfigften jahre und nahm Man den weg zu erſt in das nahgelegene Nordiſche / her⸗ nach in das Oſtliche Wallien / wie auch in die benachbarte landſchaften / und endlich gleich⸗ fals indie zwar am weiteſten entlegne / doch fuͤrnemſte ſtadt / als den hauptſitz des koͤnig⸗ reichs / damit daſelbſt die angefangne ſache uͤberall ſich ausbreiten / an allen orten durch⸗ dringen / und das gantze Reich einnehmen möchte- Damals hatten die zwey männer Howgil Burroug groſſes anſehn und ere⸗ dit unter ihnezund ward ihnen demnach fuͤrnem⸗ lich in Wallien und Londen zu reifen auferleget. Wiewol Burroug nachmalsallein noch

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m - Dvafer vor leute / und wie ihre Ichve befchafe fen waͤre? und folte gewiffen unterricht beine gen / weil man durch bloſſes fagen fo vfelvon. dieſen leuten gehoͤret hätte. Als Upfo— 1 hann Bis verrichtet komt er ſelbſt / als ein Ovazı ı mE ker/ wider / wird alsbald in dieſer gemeine ein: kirchendiener widerſetzt Sch ſo wol feinem vo⸗ rigen pfarrer und lehrer / als dem volcke aufs - dheftigſte / beſtraft und ermanet fie zur nach⸗ folge / und entfuͤret viel von ihrer gemeine.

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Tach wenig jahren. durchzogen gang Wal⸗ sn mit predigeny nnd war umb die leute ge? haͤftig / fie in ſtaͤdlen und feldern / auf ſtraſſen ind gaſſen / auf ſcheidewegen / bey den ſteiner⸗ en ereng-feulen / auch Im jahrmarckte und neßzzeit/auf den maͤrckten und in Herbergen. u lehren / wobey ihm Sy eine zeitlang geſel⸗ chafft (eiftete 7 anzudeuten / daß er. von der ach ‚gute wiſſenſchaft hätterumd hierinnen fein euge wäre. Und od man ihn ſchon etliche mal ing gefaͤngnis ſtieß / pflegte er Doch / fo bald er loß kam in der alten weife fortzu⸗

As Howygil im übrigen in diefen laͤn⸗ dern und andere anderswo/ ihrer pflicht / mit berwaltung ihres ampts/ nachkamen / reiſte Burroug nach Londen /wohin wenig von diefen leuten vor ihm gekominen yoaren / und / von welcher ſtadt er zu ſagen pflegte/ daß ſie ihm vor andern zu hertzen gienge. Der⸗ halbenzob er fehon/weiler fich da aufhielt / auch bisweilen andre oͤrter beſuchte / und in eyl dahin zog / ſteckte er doch meiſtentheils in dieſer ſtadt / biser indem zwey und ſech igſten jahre/im gez | faͤngniſſe / nach dem et eine ſchwere kranckheit / und viel darauß entſtandene uͤbel / und martern/ behertzt und gedt ldig/ erlitten hatte / ſeinen geiſt aufgab. Burroug bichtete demnach hier in Runden alle feine gedancken und ſorgen dahin’

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huſter / fehneider/hande die gewonheit haben / d aufferhalb der ſtadt rtzkampf zuhalten / und

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ah und zu boden ‚wart undalsihn Dis noch icht ermuͤdet / foderte er eine neue gegenparf eraus. Alle fahen und hörten ihm mit er⸗ aunen zu / und war niemand / als Burroug / hervorzutreten ſich unterſtanden hätte. Dieſer kam in den kreiß / und gieng zu dem men ⸗öòö«Ó ‘hen hin der bey fich ſelbſt ſich hoͤchlich erfreue⸗

e und über, andre triumphirte. Jener meine e, Burvoug wolte auch mit ihm kaͤmpfen ind ringen und machtefich daher zum ftreite eſchickt. Dieſer aber uͤberwand mit einem auven geſichte / mit ernſthaften munde und mit venig worten / des mannes toben und tapfer⸗ eit / daß ihm muth und kraͤfte hinfielen. Her⸗ ach kehrte ſich Burroug zu den zuſchauern / nd redete ſelbige mit einer rede any deren kur⸗ er inhalt dieſer iſt. Es fen hart und. unverant vortlich / daß die menſchen an folchen übungen / die mehr jeitien, ——0 ſich belußlisten / welche auch

in milder thher nicht gerne aufienge/ wenn es nicht da in gereiget und berleitet wuͤrde Es mare ei ander: ſtreit / den die natur und Gott felbft erlaubeten ja zu

welchem. die natürlichen geſetze / Das von Sortungeing-

pflanste algemeine ir cht / und das aus dem himmel her borgekomene mühe wort uns ruften/ firten/ —/ und antrieben. Unddie ſey ver ſtreit / in welchem wir alle / als ſtreiter des Herrn Chriſti / und als mitſtreiter unter einander durch einen ſeelen und leibes · kampf uns dahin bemühen / daß ein ieder ſich ſelbſt und wir MEAN mer; erbauen ‚und im glauben und feönumigtgit eineu guten Kampf Eämpfen/ damit wir Das fed bebalfen / NE

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| Sa 220 das ewige leben ergreiffen moͤ

theils / netliche / die / weil Zalingen trieb zur ehrerbietigkeit und“ gehorſam gegen Sort fühleten/ auch die gehoͤr⸗ tten worte hernach mit groͤſſrem fleiß überlegteny und was ihre ſchuldigkeit waͤre erEenneten’ Bit nur von dergleichen eiteln übungen und. ſſhauſpielen ablieſſen fondern auch ihr ganz 0 BeB leben änderten felbigesnachder-tehre und eligion der Quaker einrichteteny und binfüro fich mit diefen leuten vereinigten. ' Und ſo er⸗ warb ihm Burroug in Londen durch feinen fleißnach und nach vieler menfehen genogens heit / und brachte diefelben in fädten und doͤrffern zuſammen. Welche menge durch Sören febr vermeret ward / als ſich dieſet wider feinen vorſatz in eben der ſtadt befand/ dahin man ihnufich zu verantworten 7 gefuͤh⸗

ret hatft

Dem als andere ihrem vorhaben eyfrig nachhingen / trib auch For fein angenomnes geſchaͤfte mit allen finnen undEräften und mit

verachtung aller arbeit und. gefahr. beftändig fort. Und mag man wol fagenz daß in allen Provinzʒien / die Fox bis auf dieſen tag beſucht / 0 Kein tempel und Gotteshaus von unſerer ı 28 oder anderer religion geweſen / und N ae >

varf ihnen vil vor / welches er nicht nur in ih⸗ ev religion / ſondern auch bey einem ieden in einem leben abſonderlich vor ſtrafwuͤrdig ach⸗ ete Drang demnach ſeine verwegenheit maſſen er den namen eines verwegenen und merſchrocknen ſo gar nicht uͤbel empfand / daß ihn vor fein groͤſtes lob achtete) uͤberal durch⸗ ind erſtreckte ſich fo weit / daßer oft bey voller jerfamlung: der leute etliche weiber / die er ni⸗ mals geſehen / vor. hey zund zaͤuberinnen er⸗ laͤrte/ und that dis durch die gabe geiſter zu

interfeheiden / welche er in hohem grad zu ha⸗ den bejahete. Bey welchem vorgeben ich nicht befinde / daß man —— jemals br h) . & Na f {

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hätte als felche

der fooft gefucht und. ergriffen worden, und der fomanchmal indie haͤnde der feinde gerar then iſt / doch fo vielmal ihnen entgangen / und nicht laͤngſt aus dem wege geraͤumt worden if Soperfennte dis auch / und ſagte Gott danck / daß er ihn niemals in ſolchem elend und drangſal huͤlflos gelaſſen / und oft ſo we bar errettet hätte, und daß hingegen an den urhebern folcher gottiofigkeit feine fonderbare rache manchmal waͤre gefehen worden. Doch weiß ich nicht / ob unter ſo vielen ungemeinen exempeln nicht dis am merckwuͤrdigſten ſey / was Fox oftmalsden ſeinigen mit vielen wor⸗ ten erzelet / ich aber hier kurtz zuſammen faſ⸗ ſen wil. Zu Ilkeley / in dem Hertzogtum Jorck / ‚hatten etliche ſich zuſammen verſchworen / Foyen umbjubringen. Sie kamen deshal⸗ ben in eine geſelſchaft / wo er zugegen ——

BE. och) 2 Seren f den

Ich habe zuvor Foxes ankunft nach Lone

welche Foxen in dieſer uſammenkunft anfie⸗ n alſo zu dem Obriſten / und fuͤrten ihn 7 Ich dem er eines und. das „andere gefragt UT a worden /

„RB norden , vessandern tages nach Konden / da ‚mit For daſelbſt einem groͤſſrer Gerichte / al Sifes Obriſten war / möchte vorgeſtellet / und: wenn ers berdint haͤtte / zum tode verurteilt wer den. Und bekante Hacker nach etlichen jah wen / gleich Den tag zuvor / che er wegen des / au dem koͤniglichen morde gehabten anteils gehen Tor wurde / Daß er auf bitte und anſtiften jene prediger / mit Foxen alſo verfahren hätte. AB: nun For in Londen anlangtermufte er auch al da ins gefaͤngnis gehen / und als er darinne einige zeit geſteckt hatte / ward er fuͤr den Pre tector Cromwell gefuͤret. Zu welcher ze der Protector / nach vilen mit Foxen gemwed feften veden / und nach häuffigen anzeigunget daß er ihm und feinem vorhaben nicht ungem gen waͤre / ihn losſprach / und in ein weit un geräumlicher nmer gehen Hib.: Darauf er. etliche von feinen hofbedinten zu ihm d ihn im namen‘ des Protector zur abendma

zeit bitten muſten Welches aber For abſchlu und als ober ſchon feine höchfte frepheit erhe ten hätte , von dannen King. Morinnen‘ nicht wert war / daß er einen fo groffen mat ihin ferner zu verbinden; und feinerumd des ga gen anhanges nutzbarkeit / u befördern / ſo b ademe gelegenheit haben folte 5 und verfur⸗ Re daß er dis / was bei) Den nidrigen ſo hoch hilt / bey: den groſſ

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nnerte/ als auch an die ausländer.z welche er u annemung feiner. lehre vermanetezdiefe.bür

her und Drife aber. / welche letteren er doch

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uch als tractätchen drucken fehickte. er urch alle Provinzien. Wie nun For fo wur⸗ den auch) alle, Die fein thur. biligten und nach- machten, täglich eyfriger imihre ptedigamptr md wuchs die zahl derer 7 die fich zu Ihnen ger elten / wie auch ihre ftandhaftigkeit und kuͤnheit immer mehry daß ſie fich durch Feine arbeit und defthrvertigteit von Sopesvegel und vorfchrift u weichen ſchrecken liffen. Sis kamen demnach iberall zuſamen und hilten durch alle ſtadte ihre

zuſammenkunften / in den haͤuſern zwar meiſten⸗ aa 83 teils

Bi. Se A „teile bey abendeund nachtszeit/ram tage aber auf: den feldern / in wuͤſteneyen undauf bergen / de⸗ rer gipfel dem prediger manchmal zu einer Can⸗ zel dinen muſte. Weil ſie nun von ſolchen Dingen nicht abliſſen / befahl Die Obrigkeit damit ihnen recht begegnet wuͤrde / fie alsbald tdeg zu nemen/in gefängnöffe zu füren / und fich ihrer darinnen zu verfichern. Bey ſolchem zus’ ftand liß Protector Cromwell einen befehl aus⸗ gehen in welchem er zwar in, anfehung/ daß es alle andre gemeinen fo haben wolten / den Oba⸗ Bern ihre offentliche verfamlungen unterſagte / jedoch auch zugleich den geiftlichen und allen’ andern leuten verbot fo lange gegen die Dias er einige feindfeligkeit und unrecht auszuüben’

als lange diſe wider dag reich und die oͤffentli⸗ che regirung nichts boͤſes vornemen mürden, Denen aber, die mit ihrem ermanen ihn wi⸗ der dife leute anhegtensunter welchen fein Ca⸗ pellan / ber in feiner hofcapelledem Sottespinft abwartete Hugo Petrus / ein bekanter zuns gendreſcher / der groͤſte war / als der nicht meins te/daß er ein Seelſorger ſeyn koͤnte wenn er mit ſeinem aufruͤriſchen geſchrey nicht alles re⸗ ge machte / denen / ſag ich gab, Cromwell zur es würde geſchehen / daß dieſe

cte lie mehr man fie unbennruhigt laſ⸗ e/beftocher fich von freyen ſtucken verlir und verſchwinden würde Als * Kor | m

Yale

Burn) hren widerfachern / diſe leut

imals i \ leute "eines erbrechens zu beſchuldigen / an gelegenheit fer ee / und die Qaker jederzeit auf ihrem alten inne bliben / ja noch taglic) in ihren verfam- ungen mehr mut bekamen / fo war difer br el vergebens erteilet. Truͤbſal und bande varteten daher täglich auf die Dvaker, das ie aber felbige fehr gering geachtet/fan dis ei⸗ ig exempel beweiſen. en For / weil er feine febriften unter das volck usgeſtreuet / und mit hindanſetzung des vom Protector gegebnen befels fein vorgenomme⸗ 1e8 werck fortgetriben hatte / auch alle martern.. ‚her ausftehn,. ja das leben felbft liber / als fein ampt verlaffen wolte / faß abermal gefans sen / und brachte zu Lanceſton in Cornwall feine zeit im gefängnüs zu / wie ich hernach weits läuftiger ‚berichten will. Denn wir wollen itzt nicht nın von Fores / fondern auch des gansen volcks fachen / die ordnung in acht nehmen. Als er nun fDeingefchloffen war und in einem folchen: orte lebte / wo er den feinigen Feinen nußen fehaffen Fonte / fand ſich einer von fei- nen vertrauten freunden z welcher mehr auf Foren / als ſich felbft bedacht war. / und die gemeine nugbarfeit feinev eignen vorzog difer ging zu dem Protector? als er mitten unter feinen Raͤthen ſaß / und bat inftändig er möchte doch Foren = inet gefangenicbaft r Ba un

und Bo Dinar en oT felbft an). ſeine ſtelle ſetzen / er wolte gang gernedie Bu 3 feines verbrecheng auf. jich nemen: Cromwell

ſchlug es ihm war ab / iedoch wunderte er ſich } fehr und indem erden rat an ſahe / ſprach er Wolte wolriner unter euch ſo ehrlich han⸗ deln / wenn er feinem freumde oder dem

gemeinen weſen dadurch einen groſſen dinſt thun konte? Daß aber ihre wider⸗ ſacher und feinde / fie einiger vebellion gegen die Obrigkeit und hoͤchſte Regirung zu beſchuldig⸗ and anzuklagen gelegenheit gehabt wird aus nachfolgendem erhellen. » Engelland hatte dazumal allenthalben vil tum ⸗und naͤrri⸗ ſche leute / die mit ihrer torheit / welche fie durch wunderliche ſtellung und geberden ausübtenz / und eine froͤmig und beiligkeit wenntenv Diet gemuͤter einnahmen / und felte es’ auch nicht an unruhig = und ungeſtuͤmen koͤpfen / die ſo wol in den kirchen / als auf den rathaͤuſern /alles abzuſchaffen und zu verneuern / gantz bereit ſich erzeigten / wenn nun dieſe ſolcher und andren halsbrüchigen dinge fich erfünten / wurden alsaı bald die Qvaker angeklagt / als ob ſie zum we⸗ nigſten diſer verbrecher gefert⸗ und gehuͤlf⸗ fen waͤren. Dergleichen ſchaͤndliche verleum⸗ dung aber machten die Ovaker ſo gluͤcklich zunichte» daß fie allen Richtern diſer uͤbeltat haen ver —— bewiſen⸗ Sm übrigen war

sh BR. ICE) © DEE Ri var dis zwar auch zu leugnen / und geftunden es

sie Dovaker auchfelbft/ daß etlicheunter ihnen, /

der die zum wenigften ihren namen fuͤrten / ge⸗

Funde wuͤrden / welches ungeſchickte / unnuͤtze ver⸗

Rißlich / und in ihrein gemuͤte und geſellſchafften / richt ihrer lere gemäß geartete / leute wärend, welche die wege und gaſſen durchliffen, Die: leute mit vilem gefchtey und brüllen zu ſolchem fuͤrnemen / das ſie felbft nicht verſtuͤnden er. maneten / und ſonſt einiger unanſtaͤndigen din⸗ ge ſich unterfingen. Jedoch aber gaben fie: durchaus nicht, zus daß dis ihres, gantzen an⸗ hanges thun waͤre / und Daß ihre diſciplinn der⸗ gleichen mit ſich braͤchte / vilmehr wurden die⸗ jenige / die ſolche oder andere laſter begingen / von denen / die es macht hatten / darumb ernſt⸗ lich beſtrafft und ſcharf gezuͤchtigt ‚ja wenn: keine beſſerung erfolgte / jagten ſie dieſelben gar von ſich / wie ich hernach mit mehrerm er⸗

Zu diſer zeit bekam die kirche der Qvaker einen neuen aͤnhang von unterſchidnen maͤn⸗ nern / die darinnen prediger wurden. Weil von dieſen nun die meiſten hernach unter den Oxakern ſehr beruͤmt worden / ja der gantzen fecte in Britannien / und bey uns / ein groſſes an⸗

ſehn gemacht / ſcheinet es nötig zu ſeyn / daß itzt von ihnen / iedoch zu vermeidung der weitlaͤuf⸗ tigkeit / kuͤrtzlich geredet werde. Gehoͤrt dem⸗ 9 u ch 6 ah nach

ſchreiben vonungemeinem fleiß war ben auch

* —A V REN, nad) Gvilielm Ameſius zu dieſen jahren / der ein mann von ſcharffen verſtand / im red und

noch die Qvaker in Holland mit vollem Halfe zu loben / und faft seinen vollkomenen lehrer ° zu nennen/Eein bedencken tragen. Diefer war inder Grafſchaft Somerſet / nahe bey Briſtoll / geboren worden / und von kindheit any / nur zum muͤſſigang und faulheit geneigt geweſen Bey fo liderlichem zuſtand / ließ er ihm / wie er kaum die kinderſchuh vertꝛeten und des liderlichen we⸗ ſens ſchon gewont war / das ſoldaten leben beliben / als zu welchem doch die faulen am mei⸗ ſten zu flihen / und damit die ſchalckheit zu ude⸗ cken pflegen. Er begab ſich demnach unter die Y Tönigliche Armee / bey der es Dazumal recht gott [08 zuging / und dinte unter derfelben bis zum tod König Carls. Nachmals nam er unter Hertzog Rupertenzur fee Frigsdinfte an und Fam aufdas Admivalfchiff ſelbſt auf welchem er / weil Darauf viel Hollandifc) geredt wurdes dife fprache durch gewonheit erlernte. Untere deffen gerit er auchauf beſſre gedancken und 7 fing an fein bißher gefürtesleben zu bereuen. Und ob er fehon des mühfamen foldaten lebens über» | drüffig war / Fonteer doch / weil ernichts geler⸗ net hatte / dadurch er fich brodt verdinen koͤnnen / feine zuftand nicht / wie das gemuͤte / gaͤntzlich / aͤ⸗⸗

dern Darumb ging er unter des Parlaments | % | armer

iemce/ die damals in Irland lag / in meinung/ daß er bey derfelben viel fromme földaten/und gute Erigszucht antreffen wuͤrde / und ward er bey dem Ingoldsbianiſchen Megiment / unter einer Compagnie zum Corporal ges macht. Weil esnun in diefem Frigesheere imter Officirer und gemeinen foldaten vil widertaͤuffer gab ( welche art leute bon ben Hresbyterianern nur bivinnen unterfchiven iſt / daß fie dieihrigen nach getaner glaubens⸗ bekentnuͤs und zuſage ing waſſer tauchet Jünd Ames von ihnen das beſte hofte / ward er ein mitgliedihrer kirche / und ftieg bald hernach / daß erindiefer gemeine einer von den ältften und in Eurgem gar Pfarrer wurde. He erzu Waterford (in Münfter) ftille lag /

x

begab fichs daß Sr. Horwgil und Cd. Bur⸗ vug nachdem fie in Srland angelendet / den pivertäuffern dafelbft zufprachenvals welche dor allen andern den Ovakern zu ihrer religion ſo geſchickt und geneigt ſchinen / daß fie zu enfelben gingen’ und in ihrer verfamlung eine predigt hielten. Ames / als er felbige hörte, fperte beyde ohren auf und weil fein vergans gnesieben ihn noch ſtets befümmerte / das emüte aber in feiner religion gar ungewis / und weifelhaftig war fiel er wenige zeit her⸗ nach von den feinigen zu den Qvakern / und ward aus einem ſo verlauffnen mann 9— MEN. em

dem haufen den, & der S ein —— belibter prediger. Es hat Ame fe

tractat geſchriben / der. difen titul |

Elärung Goktes 1 menfchen/ ' worinnen er erzelet / wie er das Göttliche Lehe { von den erften. jahren an \y big zu difer lebens Anderung bey fich felbft sefület/ und wie er Dies ſem lichte widerſtanden hätte. 5 Zu dieſen jaren muß. auch Stephan Grifpus gerechnet werden / ein. mann.der im fchreiben ungemein fharffinnig und zirlich | war / und wenn er nebft feinem fertigen vers ftande auch ſtudiret hätte. würde manmuns derbare proben der. gelerigkeit von ihm gefes ben haben. ‚Er lebte zu. Colchefter in Eſſer / uͤnd ernaͤrte ſich daſelbſt von wolle⸗weben / ver⸗ liß aber hernach ſolches handwerck und dien⸗ te etliche jare unter des Parlaments arm ee als, ſoldate wiewol er die nicht fo wol aus lie« be zum Erigey als zu beſchuͤtzung der. freyheit tat / und in feinem. ſoldaten⸗ſtande kein lider⸗ lich und boͤſes leben fuͤrete. Als ihm aber in die 4 länge Davor ekelte/ kerte er wider nach hau⸗ ſe zu ſeinem weberſtul / und war unter deſſen ein Widertaͤuffer worden. Eben damals kam am erſten unter den Dpvakern Jacob Parz nel in diſe ſtadt / und hilt unter den befanten eis Ye redigt /Eurg darauf aber.die Daran) PERRIRPANBEORC ‚Wie nun | ED ein

an Hr re, Map I en furmann ‚ginen Eondenfehen kraͤmer abgab; nu

$ iggins ein ſchuſter zu Dover’ bepde Eu Bill unfer den DV akern geerte leute eund au ohann Er scius gehören gleichf is zu die⸗ le etc cin Bedford Edel⸗ n

ridri er, zugleich. RR fol gkeit war, / Daß es. Ihm;

A | lee HN HR

‚geld 6 ai ve AR sing mn der ju 5 ſeinen ancraten in eine ver⸗

Obaker / in willens fie. zu ſpott ynd. auszulächen n veliß ich aber. hue veden fo Bu agen / daß et. feinen vorſot aͤnderte / herz ‚nach, aufptoenen. © saterifchen. Prediger zure⸗ Ben ge in ihre hafft trat / und in ſeinem men is woLals fierder andern lerer

ward. eben brachte, er meiſt mit reifen

und Ga lere I, pot en er keine gefar / und auch den tod ſelb NUDE ſheuete Mon ſaot / daßer inbränfig

Er

und kraͤftig/ ja mit fo nachorü ſprache / jedoch nicht gezwungen / habe b

chen

‚Tonnen daß er alle feines gleichen übertroffen. Bey diſen jaren muß auch Iſaac Penning- lons /des juͤngern / meldung gefchehenvergleiche fals von hohem herkommen war. Sem var

‚ter war / Lord Maire / oder Buͤrgermeiſter in Londen / und vortreflich tugendhaft geweſen/

er

wäre auch / weil er ſo gefchicklich die hoch aͤmpter bedinte / bey der gantzen bürgerf

gewis belibt / gebliben wenn er nicht in 7

nigs tod mit eingewilligt haͤtte Difer jung

Penington hatte von jugend an bey ſeinem für- nemen fände die erlern⸗ und ausübung gu⸗ ‚ter wiffenfchafften nicht vergeffen / nicht zwary daß er Davon hätte leben wollen / weil er fehon reichliches auskommen hatte 7 fondern daß e ihm dadurch mehr ʒierrat zu wege bringen / und

brachte er dieſe zeit nicht / wie meiſt junge leute,

die bey guten mitteln find / zu thun pflegen, mit faulheit und müßigang z noch vielveniger mit ſchwelgen zu / fondern wartmit unverdroſ⸗

nem fleiß dahin bemuͤhet / daß er künftig ihn

ſelbſt / und auch andern rechtfehaffnen Teufen

einigen nugen ſchaffen Fönte. Und hatte’

ev ehe er noch ein Ovaker ward / inter ſchidene fehriften verfertigt welche voll wife ſenſchafft und beredſamkeit waren. Als er abet

üchlicher aug⸗

4

—* ar |

wercke / in denen er fehr mit der ſchrifft redte undeine zwar hohe / doch verſtaͤndliche ſchreib⸗

art fuͤrete. Endlich iſt noch Carl Mar⸗ ſcall / von Briſtol / dieſen perſonen zu zuzelen / der umb gleichegeit ein berůmterelrhz zu Londen

ik

w

nien durchzogen? als auch in unfern Provinzi⸗ en nicht zwar / wie bloffe abgeordnete / ſondern

felbft als fuͤrer ankommen find. Denn die namen des Camii / Balaͤt / Smetii und ans drer uͤbergehe ich mit ſtillſchweigen. Ich dab aber der erzelung von dieſen maͤnnern nicht fo wol eines ieden zeit abſonderlich in acht

genommen als darauf geſehen / nachdem ein jeder fo wol der, Dvater ale meinem urteil nach, mehr berumt / und bey ung befant und

Samuel Fiſchers gedencken /als des man⸗ nes/ welchen alle diſe leute vor den zierrat

und den pfeiler ihrer gemeine halten’ und dis

nimals ungefagt sulaffen pflegen. Cr war.

unftreitig ein geund gelehrter mann / den feine aus der Grichiſch und lateiniſchen Antigvi- tat hergeholte beredfamfeit noch vortrefflicher ‚machte die ihm aber / da er ſchon ein Dvaker toorden / noch angehangen / daB man fie aus feinen nachder zeit herꝛausgekom̃enen fan

| | en

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ai iter feste Fam ebriberioiel Theologie

BR 0 Und dis find die maͤnner / die fo wol Britan⸗

yeit nicht mehr. beantworten koͤnnen / ſeine re⸗ igion verliß / fein amt abdanckte / und Die von em Biſchoffe empfangene vocation demfelz en widergab; ertrat hernachzu den Wider⸗ aͤuffern / und befalsman folte ihn von neuem ins

vaſſer tauche / und ihn alſo / ſeiner meinung nach

varhaftig Dergemeine der heitzund dem volcke Botteseinverleiben. Weil er aber itzt von ſo vi inkomen entbloͤſt war / und ſich Doch mit weni⸗

gem und nur mit dem ſeinigen vergnuͤgete / mite⸗

e er ihm in der naͤhe ein ſtuͤck feld / und liß ih

as ſtille landleben beliben/ als eine anmutige

nd ſo viel zum upterhalt erfodert wird, ‚gar: zuͤtzliche ——— ——

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—— ar * Fr dis wosfiefu ch⸗ gen nicht groß rriben/ weil fie ihm. bedenck⸗

‚zeit laſſen wolten ‚ats fieaber ni icht lange herr nach rpider Eamen / und ihr laͤngſt gehabtes vor⸗ Mi ‚haben mehr als einmal vortrugen / begunte Sir ſcher von —— —*

| und hen Keen ampt en und fiel wenige zeit darat | da erdenn ſo wol im glauben als im predigen h dieſen leuten richtete. Er hat viel wer⸗ erteidigung der Ovakeriſchen lehre ge⸗ ſchriben / unter denen wol das buch das fuͤr⸗ nemſte iſt / welches er den Bauer und Acade⸗ micum oder Schul⸗ gelehrten nennet / Doch pflegt er in allen mit ſehr artigen ſchertzredẽ und ſubtilen erfindungen feine: wi erfacher einwuͤrf⸗ feumzuftoffen. Und dis mag genugt von? 9 wann: geredet feyn. Wbeil ich —— feiner ſchüifften gedens

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Fe/ ft noch diszumercken/ daß alle Dife manz er / derer ich von anfang diſes werckes bis hiher edacht habe / unterſchidene ſchrifften ja bis⸗ veilen / wenn ſie zuſammen getragen würden/ roſſe baͤnde verfertiget / die nach ihrem tode ing Licht gefommen, Denn es pflegen die

Doaker nacheinesieden beruͤnten ‚Seribens enabfterben alle feine fchrifften. aufzuſuchen

Ind zufammen heraus zugeben / an ſtatt der vor- ede aber anderer ihre Kobfprüche von des ver⸗ torbenen aufrichtigkeit und froͤmmigkeit davor u drücken / damit fie alſo in dem andencfen on ihrer tugend auch nach Dem tode Icben moͤ⸗ jen. Im is

m Predigern und auch von den übrigen die ich icht genennt habe / entiveder.allein oder in ge⸗ elfchaft anderer. in Engelland herumb / andere egaben fich in andere Länder / alleaber müh- en ſich / ihren anhang zu vermehren. Unter⸗ eſſen verſaͤumte Fox / als das haupt und ber uͤrnemſte unter ihnen / keine zeit in Engelland/ vorinnen er. nicht mit. einem beherkten und ans unerfchrockenem mut) in feinem thun fort- efaren waͤre. Er nam aberdamals / wenn rin eine ſtadt oder flecken reifen wolte / die ge⸗ vonheit an ſich / daß er lange zuvor durch briefe der abgeordnete die zeit und den ort feiner an⸗ unft / und wie lange er da zu verweilen gedaͤchte nkuͤndigte / damit jeder wer nur wolte / her⸗ ir | ig: 2 zu⸗

rigen reiſten etliche von diſen neu⸗

gr *

BERN...) aulauffen und den antommenden For hören möchte. Und gefehahe das indem fechs oder fiben und’ funfiaften jare in den Provimien Somerfet Wilis / Doreefter 7 Devon und andern benachtbarten landfchaften. Syn der

Grafſchafft Somerfet zu Briſtol wohnten in einem walde uͤber tauſend / und hernach in einer gegend Wilts über zweh taufend menſchen einer predigt bey. So gar weit war diſe ſecte überal ausgebreitet / und fo einen ungelichen anbang hatte For bekommen. Und waren nicht nur. alterhand leute , fondern bil wolan- gefehene und fürneme männer Darunter 7 die hernachihre Gewalt und ehrenftellen verliffenv und teilg bey den Ovakern Prediger wurden. Je mehr man aber diſem zulauffe und Gottes⸗ dinſt widerſtand tat / ie hartnaͤckiger bliben jene auf ihrem vorſatz. Man beſtelte demnach etliche / welche auf diſelben achtung gaben / um fo wol auf ſtraſſen und creutzwegen/ als auch beyden haufern/ / wo man ihrer ankunfft fich verſahe / auf ſie laureten. Wie vil man nun ihrer bekam / ſo vil wurden ins gefaͤngnuͤs ge⸗ ſteckt und zwar in ſo groſſer an al daß gar felten von ihnen weniger als tauſend gefangen faffen. For machte um dffe zeit. den fehlußr

nach Londen zureifenz und dafelbft vor Einer folchen menge von allerley volck das Licht feiner: Achre und religion leuchten zu laſſen / in mein | dis

re. ie wurde fehr erfprislich, getan feyn. Als er un auf Londe zu durch Surrey zog / und hin ind wider verweilete / pflegte er/ damit Feine eitund-gelegenheitvoruiber ginge, / auch in den chencken und wirtshaͤuſern / wo er einkerte / Die

gleich anweſenden gaͤſte anzureden / und zu |

Teisfiger. überlegungihrer religiongu ermanen. Ja er fandte andre aus / die in feinem namen itten muſten / daß dijenigen die Gott libten / zu bnwindieberbergefommen/. ihn entweder zu⸗

hͤren oder ſelbſt mit ihm ſich unterreden mache en. Wie nun Fox in dergleichen Dingen bis⸗ veilen von den leuten verfpottet ward / ſo gab

auch manchmal ſelbſt da zu gelegenheit Zwey empel werden dis beweiſen koͤnnen / die nicht

Fe.)

upon denen welche dabey gewefen / ausge

reitet 1: Jondern auch von Foxen ſelbſt erzelet / and in ſeine ſchriften als merckwuͤrdige dinge

jufgezeichnet worden find / und wuͤrde auch ich

hie diſe umſtaͤnde fie vor fabeln und unſer er⸗

elung nicht wert geſchaͤßet haben. Fox kerte

einesmals nach einer anderswo gehaltenen rede

Intworten. ZJene aber lachten und fpotteten sicher torheit und ſandten diefe auffaͤtze hren urhebern widerumb zuruͤcke. Dieſe aber berdroß es fo fehr / daß fie anftalt machten /- daß / nach ihrer abreiſe ı diefe fragen an eine feule am marckte geheftet/ und zu offentlicher'

interfuchung dargejtellet würden. Su Ronden aber war For nicht fo bikig/. maffen er. Die öffentliche verfamlungen nicht ber ſuͤchte / vil weniger folche | elpſt anftelte fondern er erregte nirgends einige unruh / und verfur in

em mehr behutſam / als eyfrig. Es waren ſchon zuvor in dieſer ſtadt durch Burrougs fleiß vil bey ihnen ſehr hochgeſchaͤtzt männer Ova⸗ ker worden / welche zu befoͤrderung ihrer reli⸗ gion oft zuſammen kamen/ und unter diſen liß fich For zum öftern in voller verſamung mit. predigen hören. So ſehr er fichaber im uͤbri⸗ gen bemuͤhete / fo wenig befam er. Doch. neue nachfolger und richtete "wider. verhoffen nichts rechtes aus / was diſer reife wert gewe⸗

h a m

ſollen gebraucht haben von der heutigen Enz. | selländifchen ſprache aber die Fox nur allein verſtand / nicht wenig unterfchiden ft. Daher feine geferten was bornam / weil er offt muſte ſtill ſchweigen / wenn er ſolche leute vor ſih halte⸗ denen ſeine ſprache unbekant war. Umdhatz se auch hernach / wenn er feinen-anhang ſchon hey ſich hatte, ſeige arbeit in diſem lande ſchlech⸗ ten nutzen / ohne DAB er unter feinen, glaubens⸗ genoſſen manhmal etliche kurhe veden hiltzdie alsdenn don feinegehülffenz denen die uhe N Be;

»

N !

cher zeit her Feine gegend in Engelland / als di⸗

fe/ fo voll Qwaker geweſen. Und ſo breitete

diſe fecte in kurtzer zeit ihre lere bis zu dem acht

und funfjigften jare Durch gantz Engelland aus.

In diſem far aber wurden die Ovaker fo vers wegen / daß fie Durch das ganse Eönigreicheine allgemeine Zufammenfunft ausſchri⸗ benz svelche in der Sraffchaft Bedford in Jo⸗ hann Crocii weitem und geraumen haufe ſol⸗

te gehalten werden. Wo durch ſie gleichſam ihren feinden vorwerffen wolten / wie ſehr ſie itzt an menge / mut und kraͤfften zugenommen / und daß / wie fie niemals an dem fortgang ih⸗ ver ſache gezweifelt hätten fie auch ist von

ihrer ausfürung fich gute hofnung machten /

und. deswegen freylich gans vergnügt wären. Dahin ordneten nun alle abfonderliche gemei⸗ nen ihre geſandten ab und kamen nebft diſem hoch vil andre an / die nur zufehen wolten, Man

ihre zuſammenkunfft auch in Schottland groͤſ⸗ fer. Als aber die Stande und dieObrigkeit des landes / nach art ihres volckes / welches von natur ungern neue religionen aufkommen laͤſt /

ifem fürnemen ſich widerſetzten / triben *

107) dert Arger/ bisidap eine verfolgung erfolgte, damanin die haufer ſchickte die Dvakerifchen zuſammenkunften ſtoͤrete / ihre leute ins gefaͤng⸗ nis warff / und derfelben etliche lange zeit vil ver⸗ druß antat. Wovon ich vorgeſetzter kuͤrtze hal⸗ ben mehr nicht als noch dis von Foxen erzele wil. Diſer befand ſich in dem 1657ſten jare in dem nahe an Schottland gelegenen Cumberland. Er zog demnach auchin Schottland und wur ſte gar wol / daß er deffen fprache nicht verftüns des verliß fich aber: auf die geferten / die er teils bey fich hatte / teilsauch dort anzutreffen

hoffte, in willens / fie an ftatt der dolmet ſcher zu

gebrauchen: Alda untervedete er fich offt inden bäufern mit feinenreligions verwandten / pres digte auch vilmal unter ihnen / und durchlif endlich alle oͤrter fich bemuͤhend / ob er nicht

mehr glaubensgenoffen antreffen: oder machen

möchte: Db er gleich nun dis ihm liesfehr ans gelegen ſeyn / ſo erhilt er, dennoch nichts / und wen er ſchon etliche ausſchickte die den leuten zeit ‚and ort beſtimmen / und zu ſeiner predigt. fie zufammen vuffen ſolten war doch oft: Fein menfeh zugegen. Uber dis nam er hin; und wider gelegenheit aufden maͤrckten / wo vil leu⸗ te beyſammen waren / ſelbige an ſich zu lo⸗ cken / aber mit eben ſolchem erfolg. Enolich Kelte Fox auch mit wenigen eine reife in das Nordiſche Schottland zu den in gebuͤrgen nes; Ne | nende

Kid

(108) 2

nenden wilden und groben leute an

Unterdeffen veifte For nach der Roniglichen

reſidentzſtadt Edenburg / und als dis der

groſſe Rat erfur / dem itzt Foxes unbeſcheiden⸗ heit nicht unbekant war / und ſich fuͤrchtete / daß For auch bey ihnen etwas ungeſtuͤmes vorne⸗

men / oder eine neue geſelſchaft ſtifften wuͤrde /

ließ er Foren vor ſich Eommen / und befal ibm: in guͤten / daß er / wenn er nichtein diefen Pros vinzien zu tun haͤtte / ſich von dannen begeben möchte: Foy tat ſolches / jedoch mit ſehr lang⸗ ſamen ſchritten / maſſen er unterdeſſen in an⸗ dern ſtaͤdten und orten einſpr ach / und verſuch⸗ te / ob ihm jemand anhaͤngen moͤchte / aber / wie geſagt worden / alles ohne frucht. Sons derlich wandten For und feine geferten Die zeit über / weil ſie in Schottland waren 7 ihrem: fleiß dazu an / daß ſie der Schottiſchen kirche lehre und glaubens⸗ articul ſo wol durch ſchrif⸗ ten / welche Foy mit den ſeinigen verfertige/

als auch durch ihr predigen bey den leuten ver⸗

haſt und verdächtig machen möchten. Wor⸗ innen fiefich ſo verhielten / daß die Schotten ihre unverſchaͤmte luͤgen und betruͤgereyen nicht genug beſchreiben koͤnnen. Denn ſie unter⸗ ſtanden ſich / den Dinern diſer kirche ſolche

| Sie es aber \ diefen verfündigt ward / liffen fie ihm entgegen! und jagte ihn mit ihren fpiffen zum lande hinaus.

DR artieul namentlich von der göttlichen

erwe⸗

30609) >; erwelung ——— und von Gottes vorherſehung / ſo weit ſie die menfehliche fünden angehet / nach ihnen unvernüftigen meinungen und herzugezogenen folgereyen anzudichtenzund vorzugeben / daß fie von der Schottiſchen Ge⸗ meine gelehrt wuͤrden / welche doch diſe kirche nicht nur gar lehret / ſondern auch davor ei⸗ men abſcheu hat. Uber dis weil die Schotten/ mit den Engellaͤndern und meiſten Reformir⸗ ten / den ſontag / daran die chriſten von ihren täglichen wercken feyern und Gott dinen ‘dem gemeinem gebrauch nach wie Das alte Juͤdiſche

volck denfabbat oder ruhetag nennten/ und / welches unftreitig wars felben auch: genau in - acht namen: und in wärenden difem tage fich “mit grofferandacht aller arbeit enthilten / durf⸗ ten Fox und feine geferten dennoch fehreiben

und uberallpredigen / daß die Schotten ibren fabbat: mit Fauffen und verfauffen und durch allerhand täglichearbeit entheiligten. Wie fie aber dis beweifen foiten / ‚erklärten ſie ſich alſo / Daß nemlich die Schotten folche wercke an dem legten tage inder woche verrichteten / da doch / nach dem gebote Gottes / eben dis der ſabbat und ruhetag waͤre.

Ubrigens hatte Fox die sanke, seit feines |

predigamts. und reiſens uͤber die gewonheit/ wenn er an einem tage irgendswo jemanden zu⸗

Sa oder mit imen / oder drey leuten

aus

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7 _ r * x 2 dr rn - * see > : 2" = = er EEE a ———

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kraͤmer und gaſt⸗wirte mit waͤren / nenn

———— —— aus feiner ſecte geredet ı und mit ihnen Sich" bes

zwar don dergleichen leuten / we che ihre: tesdinftes« | re alſo die anzal feines anhangs worden.

Ben

er einige zubörer hatte / die ihm nicht verhinder⸗

FB ae

gruͤſſet hatte / daß es bey ihm ey er hätte

verſamlungen

sabgemarter hatten / und ſo groß waͤ⸗

ten / ſondern fleißig achtung gaben / und der ſache weiter nachdachten / fagte er gleich / fie

wären uͤberzeuget und auf ſeiner ſeite. Biswei⸗

len wenn einige waren / die ihm eine nach⸗

denckliche und ſpitzige antwort / oder frage oder

ein Argument vorlegten / und er auf ſolchen

vortrag nicht antworten / oder die frage nicht

aufloͤſen / und das Argument nicht widerle⸗ gen konte / ging er davon / oder lente ſolches

rumb / weilesihm ein verdruß / daß er mit ſol⸗ chen leuten reden ſolte. Als auch unter der anzal derer / die zu Foxen und denen Quvakern

uͤbergingen / nicht wenig von dem groſſen hauf⸗

fen derjenigen ſich funden / welche mit der oͤffent⸗ lichen Engliſchen kirche nicht einig / Darunter ‘auch vil prediger und andere gemeine leute als te Die» felbigen For / wenn er feineleute vondemfort- gang ſeiner fache berichten / ohn a. 4

mit dieſer entſchuldigung ab / es ſey eine ſchwe⸗ re und gefaͤhrliche frage / fie ſuchten nur gele⸗ genheit zu zancken / oder er wegerte fi) Das

_

DT ——— allemiteinander Profeffores , älteften und leh⸗ ‚zer Vegte ihnen folcye namen bey/bie fonft nur ‚öffentlichen glidern und. dienern der kirchen ‚pflegen beygeleget zu werden / dadurch er Denn ſeiner Eichen einen nicht geringen ſchandfleck ‚und abgunft verurfachte. Diſes alles mercke⸗ teFoy in ſeinen Traetätlein fleißig mit an / und fhrib ſolches auch an feine freunde / die alles glaubeten / billigten und weiter ausbreiteten. Afowen For und feines glaubens⸗ genoſſen ein | werck zugleich miteinander verrichtet und ſol⸗ | ches wol abgelauffen / wuſte ev keines ſeinen 41 namen mebr herauf zuſtreichen als feinen | eignen z. und. Eunte er fonderlich von feinen | fachen einen groſſen ſtaat machen. Doc) | woill ich mic) hirbey länger nicht aufhalten / werde auch die hiftorie von Foren in etwas. beyfeite fegen/ Damit mit man ſehe / daß ich

* durchgehends der kuͤrtze befleißigen wol⸗ len. | Mn

Diiſes feheinet die ordnung ber zeit und der fache felbft zu erfodern / daß ich Die ge⸗ fegenheit/die uͤrſach undden urfprung/ warumb fo villente fo gar plößljch welches fonft fehr ſchwer / von ihrer religion und ‚0% meine zur Dvakerifehen Eichen übergetveten find’ anigo etwas weitlaufftiger beſchreibe. Die vornemſte urnſache ſcheinet wol 9 zu

*

g ſehn / Dapdie Leute » darnnter Doch gewißlich ‚Febr oil) die nach der waren Religion 7 und Gottſeligkeit / wie auch nach einem rechtſchaffe⸗ ‚nen Chriff-leben ein rechtes verlangen trugen/ ‚meinetenz, fie fähen überalleine ſolche vderderb⸗ niß / wo nicht in der lehre / doch in denen Te. remonien / ſonderlich aber in dem leben aller gemeinden / welche Chriſten und zwar broteſti⸗ ‚rende wolten geneñet und darvor gehalten ſeyn/ Daß wenn jmand bey einer von denſelblgen verbleiben wolte er notwendig an feiner ſeelig⸗ Teitzu zweifeln urfac) habe. Muͤſte derowe⸗ ‚gen entweder gar feine oder diſes die jenige | Firche ſeyn / welche diefe neuie lehrer vorgeben / darinnen einer feine ſeele erhalten und ſich ſeiner ſeeligkeit verſichern koͤnne und ſolle. Ob nun wol ihrer vil / welche ſich zu diſer neuen ſecte befenneten 7 nicht allzugenaue rechenſchafft ihrer wiffenfchafft und libe zu Difer Ichre geben konten; fo meinten doch hingegen andere/ welz che etwas mehr 7 als die andern wiffen und | verſtehen wolten / wegenihresabfalsund neue en zuſammen rottirung genugſame red und ant- wort zu geben. Diejenigen nun / weche ni⸗ mals aus ihrem vaterlande und gebite ander⸗ weit wohin gekommen / urteileten nur fo ſchlim bon ihren Engliſchen kirchen / die aber zugleich andere laͤnder befuchet/fälleten auch von. allen andern Eirchen ein gleiches urteil, Suforderf e⸗

FREE BER. -ACHDE -; ei und vornem ch befihuldigten fiedie Engli⸗ ſchen firchen eines folchen mangels und ver: derbten zuſtandes / welche bisher unterdenen @ss nigen In oͤffentlicher gewalt und Autorität gele⸗

bet/ fo von ihren Biſchoͤffen als ihren ur⸗

debern und vorfteherndie Bifchöfflichen Eier ihre regirungs⸗ ſorme / oder ihre. gewalt/ und macht / ordnung / und geiftl. even ⸗ſtellen / ihre herrſchafft / und weltl. Jurisdiction und gebi⸗

te/ die ſie an ſtatt der kirchen⸗Diſciplin und

bruͤderl. beſtraffung eingefuͤhret ja ihre haͤr⸗

tigkeit und tyranney wider diejenigen/ Die.

Wr

init ihrer veligion nicht einig y oder in frtum zu

yn ſe nen? die doch ats Feiner hartnaͤckigkent⸗ fondern vilmer aus gemüts-und gewiffeng zärtz

ligkeit ihnen nicht beppflichten Enten ; alſo

auch ihre hoheit und weltliche pracht ;ingleichen derer vorfteher 7 wie nicht weniger auch der geifklichen / oder der Diener des Goͤttl. worts Die jenen unterworffeny ſchaͤndliche faulheit >

laͤſſgkeit und trägheit. Noch weiter frrafften fie

auch in ihren kirchen und bey haltung ihresgot tesdinftes fo einen hauffen Ceremonien und.

gebräuche fo vil Horgefchribeneund an gewiffe formuln gebundene Lectiones F geſaͤnge und gebete/ ingleich

endlich aber auch des gantzen volcks beh dieſen

allen faulheit / vuchlofigkeit und boßheit in 1 Wor⸗

genenner wurden An diſen ſtrafften ſie nun

Mb haltungder Feftstager

te orten und werden. Umb welcher fache wil⸗ fen fich nicht die Dvakerzur erſt 7 fondern vil andere gemeinden lange zuvor / ehe die Dvaker aufffommen und bekant geworden / ſich von Der gemeinfehafft difer öffentslichen kirchen gefons dert. Alfo fuchten dife leute überall zufammenv was nur die kirche in bofen verdacht fesen und. ihr bey allen menfehen unverfünlichen haß und abgunftzumegebringen fonte. in Wie fie nun folcher geftalt die Biſchoff⸗ lihen zufoͤrderſt ſtraffeten und fo befftig und graufam läfterten und ſchmaͤheten; alſo unter!iffen fie auch nicht die jenigen / welche ſonſt Presbyterianer genennet werden’ mit der⸗ gleichen hefftigen und ſcharffen anklagen zu be⸗ ſchmitzen / welche doch von langen zeiten her der gewalt / ordnung / Cæremonien und gebrau⸗ chen derer Biſchoͤfflichen ſich nicht allein ent⸗ zogen/ ondern auch fich ihne fcharfentgegen ger fegtzund nunmehr nach abgeſchaffter Biſchoͤff⸗ lichen würde/ und allen gebrauch der Czre- monien / nach Dem Königssmord und faſt gänglic, ausgetilgtem andencken des Koͤnigli⸗ chen namens/ernftlichdieReformation der ganz gen kirchen fich angelegen feyn liffen.Bon difen bekenneten fie zwar / daß fie bey anfangihrer Eite chen nicht ſchlime cbriften geweſen / etliche auch unter ihnen fich fonderlich vorgetan und ſolche leute geweſen / dergleichen alle miteinander dem | glaus

J | | 4 * | /

6 glauben und leben nach feyn follen + nachmals

?

und achthabungaufden Geift Gottes, ja nicht dertrauen/hofnungzundszuberficht auf ihre / ſon⸗ derlich aͤuſſerliche gute wercke bey ſich ſpuͤren

aſſen/ daß alſo bey vilen unter ihnen mehr aufferlich abſchattirte als warhafftig aus ge⸗

rückte chriften tugenden / ja wol gar in tugend ingekleidete lafter zubefinden. . Hiernechft ob

ie gleich am allermeiſten hilten von denen In⸗

epententen ‚weiche Bromniften“ ge tennet werden 7 ja auch von Denen jenigen/ delhe insgemein Baptiſten heiflen / warf⸗ en fie doch ihnen bor / daß ob fie gleich zu ihrer eligioneine groffelibe und luft bezeugeten / ſo elete es hnen Doch fonderlich ander geiftl. und baren libe gegen GOtt / als auch an einigkeit

nd verbindung unter fich felbjt : Zudem wären

—8 Br

* Independenten angeſehen ſeyn bolten/ hielten ſie nur vor heuchler / als Die ihre eligion nur in dem geſichte und auf der zunge uͤrken Die laſter zwar bey andern gar genau

rblicften / auch mit ernfthafften minen und xoſſem nachdruck zu ſtraffen wuͤſten / allein W. | dr ſelbſt

aber waren fie almehlig umbgeſchlagen/ haͤtten id von langen zeiten her nicht mehr die ſorge

tinmalauf ſein wort / wol aber ein allzugroſſes

je geg nn außwaͤrtige allzu murriſch und verwe⸗ en ja manchmal allzu unbarmhertzig und rauſam. Denn die übrigen / welche zwar

u63 4 ſeſoſt innerlich in vilen ſchaͤndlichen laſter lebeten. | Bay MW 9 Ob nun gleich ſolcher geſtalt die Dovaker ſich hefftig uͤber die Englifchen kirchen beklag⸗ ten / ging doch ſolche klage am allermeiſten über‘ Diejenigen/welche diſe kirchen vor ihre vor gan⸗ ger / lehrer und prediger erkenneten. Ja fie bilten ſolche gar vor den urſprung / ſaamen uͤnd brungbell alles bißher entſtandenen unheils inder Firchen. Denn da fie ſich gebrauchen liſſen / das öffentliche Predig ⸗amt in der kir⸗ chen zu verwalten / und die leute den rechten weg zur ſeeligkeit zu fuͤren / auch das anſehen haben / wolten alß ob ſie diſem ihrem amte ein⸗ gig und alleine oblaͤgen / verrichteten doch eini⸗ ge unter ihnen ihr amt gar nicht/andere wären faul und nachläßig / andere thäten zwar ihr amt noch öffentlich und offtmals mit groſſer ſtimme / allein zu. haufe hingen fie folches gar am nagel und fahen nur auf. ihren nugen und auf ihre gute. beqbemligkeit / welche fie hoher hilten / als die wolfart Der gantzen kirchen

alfo ergößete fich zwar. wol Das gemeine volck an ihren predigten / lebte aber nad) ihren ſit⸗ ten / und meinte / wenn fie das taͤten/ ihre Priſter täten / muͤſte ſolches auch ihrer lehre nach gut. oder zum wenjgſten J— AB fen. rn Hm 66 Sonderlich waren zween ſtucke / mel

1— Üü ch

hedifelente an denen öffentlichen kirchen⸗ vor⸗ fehern und prieftern nicht wol leiden Eonten. Deren das erſte war / daß ſie vor ihren dinſt in vortragung des goͤttl wortes und andere, amts⸗verrichtungen nicht alleine lon empfinge / welches fie nach leiden konten / ſondern gewiſſe angeornete un durch vergleich geſetzte beſoldung; ia fie braͤchtenfaſt allezeit eine groſſe / offtmals noch groͤſſere / bißweilen eine ſehr groſſe ſumme 4 geldes zuſammen nicht allein von den gemeiren einkuͤnfften / ſondern auch von dem vermögen der privat leute / auch offtmals folcher / die nicht | eine handbreit zu beſitzen / oder das libe brod

fate zu eßen hätten » als von früchten von. ieh / von dienſten 7 von järlichen ämternzvon hochjeiten / kindtauffen / begraͤbnuͤſſen und andern dergleichen Dingen. SHierbey waͤren einige / obſchon nicht alte / bey eintreibung fol

cher einkünffte ſo fefte und hart / daß fie aud) das

armur gar an bettelftab brachten die wolha⸗

benden aberz die es etwan nicht geben wolten /

da fie ſolche mit guten worten nicht darzu brin⸗

gen kuͤnten / mit gemalt zwaͤngen; und alfo

hen fie bloß auf ihre befoldung und auf ihren

nutzen / und febten recht von ihrem amte / aͤr⸗

ger als die traͤger und botsknechte und andere dergleichen geringe leute / waͤren auch nimmer

zu erſaͤttigen / ſondern / ſo offtr alß fie nur koͤnten / gingen ſie wider zu andern gemeinden /

N N gleich

*

sa gleich als auf ein ander forwergs fonderlich zu ſolchen / bey welchen fie am meiften hofften zu⸗ gewinnen. Be Das andere ſtuͤck / woruͤber diefe leutcam meiſten Elagten und ſich beſchwerten/ war / daß Derzeit leute unter ihnen gewefen und noch waͤren die andere + auch ihre eigene, landsleute und bürger/ die mit ihnen in der re⸗ ligion nicht einig ob fie fich gleich weiſen ißen/ und lehre annamen / teils nicht leiden konten ſon⸗ dern fie vertriben und verjagtenyteils ängftigten | und gvaͤlten undauf allerhand art imd weile ſtrafften daher fie auch umb folcher grau» ſamkeit willen Gott und menfehen ihreunfehuld beseuget / auch fo bald fie nur gefont + das. Joch von ihrem half abgeworffen / und diſe freye beit vor ihr hoͤchſtes gut fofie von Gott em- pfangeny jederzeit gehalten / und noch hilten. Aber welche zwey ftückedie. Ovaker umb fo vil mehr ſich beſchwerten / weil ſelbige zu diſer zeit fie am allermeiſten angingen und fie betruͤbten. Hirzu kame noch das lamentiren und die Ela- ge ihrer glaubenszbrüder und freunde in Neu⸗ England wofelbft die Brouwniſten fie auf ; allerhand art und weiſe beleidigten’ fogar daß: fie etliche gar von Denenfelbigen umb das leben. gebracht. Dieſes waren diejenigen ſtuͤcke / wel⸗ che diſe leute inſonderheit an irchen in England ſtrafften und darüber | Elagten. | m" Was

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migkeit und Dasıckbar dan fe neten/ und DITeR fteu / von Chriſto angenunmmen/ ıı Gsott fo beftänbigen nnd ahero fo gel | verleibet/ welche SOHE im geifte pi nen / Shriſti JEſu /and verlaffen fi) nicht au folches wäre anitzo der reine und uubeflet Go0ttesdin vor GOtt den Vater / ſei je sollen in zaum zu ten / daß ſie nimand Läflere/ verläunde oder töbte/fon vilmehr den naͤchſen I ne und bef der; hirnechſt die wirtiven und manfen beſuchen und audern. | armen notdärftigen und bedrängten ſo Pi +, aufleben /. und ſich in übrigen. vonder. nait. undeedk | behalten: Darwider aber wen deten, dieſe * te ein / ſchrien und ſprachen/ eg m irde nichts weniger / als eben diſe ſtuͤcke von denen Pro · teſtirenden in acht genommen, ‚ja | ie durfften ae | wol gar fagen / ihre gantze geimeind de fey nur. ein todter leichnam / oder ein. bloſſes Ay Bu das nur den namen hätte. Difes wolten fie daher erweiſen/ indem ſie vorgahen a ſt in alle mit einander / ſo wol dj die ferer r / als gllomaf-, fen der f then beinmneten ich fo weg, mas Diejenf- ye gnade GOttes fey/ die ung Chriſir 8 mitgı anch noch ti Dur Cpıin ſtum Dargereiche das Evangelium angetyagen wird / —9 alſo rechten ernſt an ihre eigene gef eſchweige d am anderer leute wolfart HR H daheıo täten fi nmn cder gar | nichts / oder Boch mit groffer kaltſiunigkeit / was etwant dinlich wäre ihre eigene leuie zu unterrichten / frembve zurück zuhalten / auswaͤrtige zu ge inner /und utle ne und frembde völcker und gefehlee hte/ Bey we * | hr ihres verftandeg. / und ſch nöligen Ärger h kb * nun erlen

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aus dem lode zureiflen/ in gleichen was gereichte. teuffeis. veich jemehr und mehr abbruch zuthun / und hriſti reich an allen enden und orten anszubreiten/gleich 8.06 der bloße name /daß fie Chriften hießen, fchonge«

nung wäre / und dag ewige leben. durch ein abfonderli-

ches und gewißes geſetze Ihnen überlafien und. an fie gebun⸗ den ſeh / ein zwiſchen vor ſich zu ſehen ER difes fo jolgeten allein denen dingen / bie zur. wiſſen⸗ Khafit und beobachtung goͤttl. dinge gehoͤren / nicht den Heil Geiſt / als den waren und aufrichtigen lehrmeiſter und fuͤrer / welchen ſie nicht einmal Fenneren / fondern ae ihrer und anderer leute anfürung / oder ihren. verſtand und meynung / welche fie/ wo es noch an- ders geſchehe / bloß und aller aus leſung der fehrifit herge⸗ nommen... Hirnaͤchſt ſo ſchmeichelten fie darmit/ daß ſie den namen Chriſti und deſſen gemeinſchafft nebſt

allen ‚feinen woltaten zwar äußerlich und mit dem munde

befenneten. / allein darinnen fich febr groͤblich betrögen / ht nicht wuͤſten / wer Chriſtus / was die gemeinfchafft hriſti / und feine woltaten / verſtuͤnden auch nicht / was fie

redeten / oder redelen doch nicht / was fie redeten / aus

hertzens grunde was fie täten/oder was ihnen begeanete /

taten ſie / ober erfuͤren ſolches nicht aus einem innerlichen Ib/bewegung und eingebung. Zu dem ſetzten ficihr ver. trauen anf. czremonien und Außerliche gebraͤuche / auf die

Sacramenta / auch öffentliche uder_ ahfonderliche uͤbung des leibes / Die doch nichts nuͤtze iſt / und alſo griffen fie

lißen fie fahren. En

ſo ſetzten alle mit einander. die. eiend und die not ihrer Srüder umd freunde gank bey ſeite; dargegen ſtritten fie unter einanver und entzweheten lich fo wol zu hauſe durch zanck / uneinigkeit und ſtreit / und das um nichts wuͤrdiger Dinge willen / vilmals wegen den unfer«.

ſcheld einer eingigen m inumg; als auch Sffenglich durch krig und verwäftung / manchmal umb vergeblicher dinge J willen

nur nach den ſchein u /das weſen aber ſelbſe ia) ſo ſe mit e | bruderliche be und das mitleiven und erbarmnuß über das

sollten 7 Moe en wegen anderer veligton/ darbey fie verum nicht unterlißen nach ehre / vermoͤgen / woluſt / und anderen pergleichen eitelfekten meht / mie Heiß au ſtreben / und ſich darnach anzuftellen. Solcher maßen ſtelleten fie ſich zum weniaſien denen weltkindern gleich / und oͤnte man dar⸗ aus nicht fehliffe / daß ſie were und aufrichtige Jünger und nach olger JEſu Chriſt waren... a Difes fagten ſie / waͤre fo fonnen Flar daß derjenige,fo unter folchen leuten lebeternur feine augen und ohren dißfalls zu zeugen anruffen duͤrffte. Uber diſes warffen fie ihnen vor / als eine ſonderbahren mangel / daß man bey denen Pro⸗ teſtirenden kanm noch einiges merckmal finde vonder al- · ten kirchendiſciplin / fo mel wasihre vorſteher und le⸗ rer / als auch die gantze kirche berrifft: ja es fen dieſelbe fo gar durch unterlaſſung ins abnemen gekommen > daß wenn heute zu tage. cin Prediger fein amt nur nicht garzu nachlaͤſſig und ungebürlich auff ver Cantzel öffeitiich vers richte/ ſo ſey er ſchon ein guter prifter ; von denen ane dern wenn einer fein glaubens -befentniß mit dem munde herfagen koͤnte / und dinte hirnechſt dem fcharten und äufferlichen fehein-gottfeligfeit/ in übrigen möchte er deuen eiteln weltl tüften und begirden ergeben fryn / file er wolte / fen er ſchon ein gutes glidmaß der kirchen / und werde er zuallen heiligen verrichtungen willig und ger · nie gelaſen. Endlich kamen fie auch auf Die Ichre felbft / und. da fie bey einer jdweden infonderheit vil erinnert/ ftrafften fie diſes ins⸗ gemein bey allen gleich als ob es eine allger ‚meine und bekante lehre / daß Chriflug uͤr die menſchen alles getan babe / alſo daß den OR | * mebr

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fol. | A Endlich gingen dife Leute noch weiter / und kamen gar auf die un verſitaͤten und ſchule / welche ſonſt insgemein vor die pflantz⸗garten des predigt⸗ amtes / und Die kuͤnfftigen ſtuͤtzen ber kirchen gehalten werden / von welchen allen fie diſe klage fuͤreten / dah ſie im hoͤchſten grad ver» derbet wären / indem ſaſt durchgehends der ſtudenten ihr rin fie entweder. nichts, oder doch fehr wenig. ale in

gingen wilmehr entweder vor ſich / oder nebit andern/ fo silan ihnen wäre/ihren wolläften nach/oder es legten ſich

plin / und befließen fich nicht ihr gemuͤt und affecten mit ommenen wiſſenſchafft und übung der

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hohe und gelehrte,verier und Ingenia Mol Andere for

gen und höheredinge zu thun haͤtten Wondar mad).

ten ſie ſich nun (ertigumd gefchieft zum. predigtamt / Eär \ men auch hineinyetliche durch erberielte ſummen / erliche >

durch andere Fünfte/ ſonderlich die jenigen/mit derer be-

förderung wegen ihres lang amen kopffes und fchreachen

ſprache es etwas ſchwer her ninge; etliche aber / mel

gute redner/kaͤmen hirzu wegen ihrer ſchoͤnen ſprache / nd praͤchtigen oratoriſchen redens arten/ ob gleich fon. ſten nicht vil darbinter : Und alſo wuͤrde zwar das voick moi etwas / an machen orten auch gar vil / aber nicht 1

was ihnen vornemlic zu wiſſen von nöten/ was zum

glauben / zur befferung des lebens / und zur heiligkeit gee | hoͤret / oder Doch fehr fchläfferig und Faltfinnig gelehtet / und ſolcher geſtalt die gemeine des gebührenden nugen® |

Beraubet.

Wiewol nun alfo die Ovbacker alle und |

jede Proteſtanten fo viler lafter n ſie doch den vorzug unter ihnen denen alen / fie moch⸗ ten ſich zu einer gemeine bekennen / zu welcher fie wolten welche vor andern froͤmmer und anfrichtiger waren / diſem unheil ſich widerſet⸗

und fiedeßwegen verdammeten 7 gab

ten, ihre bejider und glaubendsgennffen Elätlich und beftheiden erinnerten 2’ Die wunden und ge⸗ brechen der kirchen zu heilen und zu beſſern ſuch⸗ ten / und hierzu allen rat / huͤiffe und verinos gen mit beytrugen. Allein / ſagten fie u ſolcher fleiß / vorſatz und eyffer waͤre bey wenigen zu

alſobald darwider redete unddiefachebinderr - Mm

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tes Daher denn hernachmals folche leute fich ei⸗ en böfen namen machten und wol gar megen ihrer ehre und amter in gefahr ſtehen müften 7 ‚auch endlich fo indie enge gebracht würden / daß fiefich vergebliche muͤhe machten / und we⸗ der koͤnten / noch duͤrfften weiter etwas ver⸗

ſuchen Demnach ſey es dahin kommen/

daß die leute vil eher und geſchwinder ihre laſter und gebrechen / als die mittel dar w idervertrage koͤnten Und ware dannenhero der beſte rat / Daß diejenigen / welchen ihr heyl und wolfart b wäre / weil doch die wunde ſo gar tödlich

und unheilſam / ſich bey zeiten darvon machten.

Dis war nun die uefache ihres fehmergens 7

darüber beſchwerten fich die Qvaker am mei⸗ ſten Und war zufoͤrderſt uͤber die Engliſchen

Firchen 7 fonderlich die Bifhöfflichen / hir⸗ nechſt aber auch uͤber die andern Reformirten / doch wicht ſo wol wegen der lehre / als vilmer we⸗

gen der regirungs⸗arth /ordnung und diſciplin/ und der leute leben und wandel / ſedoch ſo / daß ſie

ſelbſten erkennen muſten / es waͤren auch bey diſen kirchen annoch vil lehrer / die eben das jeni⸗

ge / was denen Qvakern ſo ſehr mißfile /

ſtrafften / betauerten und zu verbeſſern wuͤnſch⸗ ten und fuchten / daß alſo die ſache / welche die Dpvaker ſuchten / noch nicht gaͤntzlich verlor en ſchine. Und diſes tar auch die urſache / warumb biſe leute ein ſolch Schisma anrichteten / und WM von

% (126) & j bon derfirchenabfilen / aus welchem haß die. feindſchafft und erbitterung zuförderft wider die gange Englifche Firche 7 hernach der andern reformirteny endlich aber aller proteftirenden erfolgte. Welche urfache fie auch willig anna- ‚men / und dahero nicht in der gemeinfchafft ih⸗ ver Eivchen verbliben/ auch nichteinmalderer / welche fie Doch vor reiner als die andern er kenneten / daß fie etwan fich bemühet hätten, die fachen in beſſern ftand zu feßen/ als vera ordnete Reforınatores , welche fülten und wuſten / und wolten und fich erfüneten z auch den kopff und das vermögen hatten / hirnechft Feine arbeit und ungemach feheueten. Allein foverliffen fie alle Eirchen alſobald und zer⸗ ruͤtteten diſelben / alsdienicht Fönten geaͤndert noch verbeſſert werden ohne einige libe z. hof? nung und gedult / da Doch oftmals sanhaltende libe auch boßhafftige leute. zugewinnen pfleger. Ob fie nungleich folcher geftalt vonder Firchen abgetreten’ waren doch vil unter ihnenz welche die mängel der Eichen nicht mit fehmergen und mitleiden entdeckten / noch / wie chriften gebuͤ⸗ ret / mit ſanfftmut undbefcheidenheit / die ir⸗ renden erinnerten / und / weilfieden weg nicht wuſten / mit freundlichkeit zu; rechte zu bringen ſuchten; ſondern mit groſſer hefftigkeit und ber⸗ bitterung entdeckten fie alles / ſtiſfen alerhand ſchmaͤh⸗ worte wider die kirchen aus Jun

ID gleich“

meinfthafft difer Eirchen und deren eingange

möchten abhalteny und ihnen im exempel wei⸗

ſich darvon entfernen ſolten.

Fetadeln will / dahin boͤſen durch gute mit⸗ nicht vit andere boſe tteln entſtehen.

nige / der andere

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SE noch nich genung getan machten fie ein wei Schilma und richteten unter fich eine gang neue. lehre / eine neue lebenszart und neue kirche an. Diefe urfachen wendeten fie auch allemal vor IM wenn fie von ihren bornemehredeten/uder zu andern kamen / oder vor der obrigkeit erſchie⸗ ner und folches mit deutl. und Elaren worten.. Hiervon fehriben unterfchidliche bey ihnen bir cher/ tractaͤtlein/ ja gang kleine tractaͤtlein / denn die ſolten weit kraͤfftiger und nachdriieklicher feyn als die groffen wercke) darunter die © vornemften heraus gegeben worden von dent anfänger und urheber.aller diefer dinge / Foxen / Howygil / Pennington und Withad/ welche drey letzten doch in ihren ſchrifften vil gelinder waren / als Foy / andere zugeſchweigen. Die ſe ihre ſchrifften worden auch hernachmals in andere ſprache uͤberſetzet / und in andere Laͤn⸗ der außgeſtreuet. N Nachdem ich alfd von der religion und le⸗ benszart 7 ‚welche diſe leute gerne unterdrii | cken wollen / bißher geredet - wird nunmehro füglic) und notwendig ſeyn / Daß ich ihreeigene lehre und leben 7 welche fie felbftr nachdem fie nunmero in unzeliger menge geroachfen 7 und von ſo vilen lermeiſtern und lehren fattfam unterrichtet worden ) dazumal angenommeny | ‚und ihre glaubenssgenoffen noch big ißo behal⸗

ken / etwas ausfuͤrlicher befehreibe. Denn fo war

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| Bm) | war die beſchaffenheit ihrer lehre von denen ane dern gantznicht unterſchiden / one nur daß die je⸗ nigen / welche fie erfunden / nachdem fie einen fhlechten anfang gehabt 7 felbige nach und nach beffer in ordnung gebracht und gleichfam beſſer ausgearbeitet / fonderlich weil ihr vor⸗ nemſtes abſehen nicht ſo wol auf die erfindung einer neuen lehre Als vilmehr auf Die wis derlegung andererreligion und lehre gerichtet / zumal da ſie mehr / wie auch anitzo / fahen auf das leben / als auf die betrachtung / darzu groſ⸗ fer fleiß / nachdencken und verftand erfordert wird / davor haltende / ein chriſt muͤſſe nicht alzu hohe dinge wiſſen / noch von groſſen dingen vedey ſondern nut leben. Dannenhero wie vor difeny alſo noch itzund / iſt es mit diſen leuten nicht anders beſchaffen / als wie ſonſt mit vile andern / daß ſie eine groͤſſere libe und eyffer gegen ihre religion bezeigen / als daß ſie ſich um dero wiſ⸗ ſenſchafft bekuͤmmern ſolten / aus welcher claſſe wir auch vil Ovakeriſche lehrer nicht aus⸗ ſchliſſen koͤnnen. Nichts deſto weniger find dach auch von anfang ſolche leute jderzeit unter ihnẽ geweſen / und find derer noch igund/ welche gar suten beftheid von ihrer. religion yaben geben und felbige erklaͤren Einen. ESs beſtand aberdie lehre difer leute ſon⸗ derlich in DIE flücken. Deren das erſte war Principium Religionis oder der grund ihrer ji A lehre /

S(130)

Tebre , dasandere ſubjectum divinorum be-

neficiorum ,. oder. die perfoneny welche Der göttl. woltaten teilhafftig werden / dag Dritte | "]lorum complexus oder worinnen ſolche wols | taten eigentlich beftehen / und denn endlich mo dus communicationis,oder die art und weiſe / dadurch man ſolcher woltaten teilhafftigwird. Iſt demnach das erſte ſtück/ welches zum Principio oder zum grunde der waren und feeligmachenden erkaͤntnuͤs gehöret. Diſes iſt bey ihnen die klare und deutl. offenbarung des Heiligen Geiſtes / entweder ohne das ge⸗ ſchribene wort / nemlich durch eingebung / oder

durch eine erſcheinung / oder / durch traͤume / oder / durch dag geſchribene wort 7 welches ent⸗ weder dasjenige iſt / ſo wir die H ſchrifft nen⸗

nen / oder ſonſt ein anders / oder auch eine

andereart, die dem worte gleich iſt. Maflen

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die heil. fehrifft in dem verſtande wi

ſchlechter dings notwendige mittel / und Die

bige und vollfommme richtſchnur und regul |

denn leicht fehen kann / wie weit fie in difem ſtuͤck abweichen / fo wol von Denen / weiches indem fie die ſchrifft zwar zulaſſen / den geift hitvon außfehligen / und an deffen ftelle die

vernunfft ſubſtituiren als auch von denen

Wwelche fo wol die ſchrifften / als das —32 Ve und

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wort hemen / bey ihnen nicht iſt das eintzige u | in?

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des glaubens und deslebens. Wobey man

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| ckzeug/ und als die eingige regul e glaubensund lebens erkennen / als auch den eift erfordern / daß einer eine unfelbare erkaͤnt⸗ habe des goͤttl willens denſelbẽ vollbꝛinge Das andre ſtuͤck ‚handelte von dem ſubjecto oder denjenigen Perſonen / wel⸗ chen Die goͤttl. woltaten mitgeteilet werden / dar⸗ bon fie alſo lehreten und bekenneten: Das gantze menſchliche geſchlecht ſey durch des eintzi⸗ gen adamsfallund ſchuld allerdings verderbet undſo aller kraͤffte beraubet / und von ſich ſelbſt berlaffen und verzweifelt / daß es auch zu ſchwach ſey etwas gutes zugedencken. Aber Gott habe das gantze menſchliche geſchlecht alſo gelibet / daß er ihm ſeinen Sohn Je⸗ ſum Chriſtum gegeben / der ſich auch. als ein mittler zwiſchen GOtt und menſchen zur verſoͤhnung dargeſtellet. Da habe nun GOtt allen menſchen die neue geburt mitgeteilet / ſei⸗ nen Sohn / feinen Heiligen Geiſt / das licht und das innerliche wort / und mit demſelbigen bewege er ihre gemuͤter / ein jdwedes zu ſeiner zeit / und auf ſonderbare maß und weiſe / ders geſtalt / daß ſie ihr Elend fuͤhlen und erkennen / und muntere ſie hirdurch auf / daß ſie GOtt von neuem ſuchen und ſich zu demſelbẽ bekeren. Auf welches innerliche licht denn hernachmals das aͤuſſerl. wort folge und die muͤndliche pre⸗ digt von Jeſu Ehrifto, Diſes licht aber und | 52 wort /

und eimige wer

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wort? fagten fies wurde alsdenn erſt don den menfchen empfangen? wenn die menfthen der goͤttl wuͤrckung nicht widerſtreben / und diſel⸗ bige annemen / ingleichen wenn ſie von GOtt beweget und angetriben / feinen trib und be⸗ wegung ſelbſt befordern helffen. Und in diſem ſtuͤck / als keiner war dem die lehre in ſolchem articul der reinen Proteſtirenden bekant darneben einige wiſſenſchafft hatte von der le⸗ re derer jenigen / die denen Pelagianern nahe kommen / oder wol gar einiger maſſen ihnen benpflichten 7 der nicht hätte meinen ſollen daß die Ovaker eben dasjenige’ / was dife letz⸗ teren / lerten und fie ihnen hirinne nachfolge⸗ ten, wolten diſes doch Die Qvaker Feines weges zugeben fondern meinten’ man irrete

nen gar ſer weil fie lerten / das menſchl. geſchlecht ſey entweder nicht ſo gar ſehr verder⸗ betr oder es ſey ihm doch ein naturl. licht übers bliben Dadurch fie fich Eönten aus folcher vers derbnuͤß heraus ziehen da denn &Htt denen die ſo vil täten / als in ihrem vermögen wäre beuftünde und ihnen huͤlffe; daßes alſo nicht eine bloſſe gnade Gottes ſey / ſondern einiger maſſen von den menſchen ver⸗ inet wuͤrde / und darzu würde nun von Gott bey getragen / entweder das wort / oder ſonſt etwas / wen die Dvakerian dergleichen nicht gedächten. Der hirauf folgende Articul handelte

| von

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ii 1 © JGERE ⏑—

‚om denen tooltateny welche Denen eigentuͤm⸗

ich zukommen / die oben gedachter erleuch⸗

g noch ihrer meinung / nicht widerſtuͤnden / | andern derfelben folgeten. Wer auch difen | rtieulderftehet / und weiß / was alle Protes Firenden hirvon lehren / wird nicht leugnen inen⸗ daß wiſchen diſer leute / darvon | ir anitzo infonderbeit reden⸗ und aller Pro- | ‚eftirenden meinung eingroffer unterfcheid zu | finden. Dennjene gaben vor/ es habe Chris | ſtus / nachdem er geftorben und genung am | allen menſchen ohne unterfcheid hirdurch te worben/ daß fiein einen ſolchen zuftand geſetzet | wuͤrden / in welchem fie vermögend ſind / Chri⸗

ſtum an⸗ und aufzunemen; wenn das geſchicht /

fo ſey / lebe / und wuͤrcke ſchon Chriſtus / der gantz heilig und gerecht iſt / in einem ſolchem menſchen

und indem alſo die gerechtigkeit Chriſti in ihm

ſey und wuͤrcke / werde der menfch hirdurch ge⸗

recht. Nemlich er verlerne allmaͤlig und lege

abdie verderbnüs und boßheit / bingegenteils

fare er von tage zu tage immer fort in der ger yechtigkeit und foͤrmmigkeit / jedoch ſo / daß er

allezeit ſundigen koͤnne / und ab und zuruͤcke fal⸗ feninvorige finſternuß: Doch koͤnte er auch zu

folcher sollEommenbeit gelangen / Daß er gat

nicht mer fundigesund nimals widerum bon der beftändigkeit in guten abtape: Und da fonft nie

mand ſeelig ſey / ohne der fol es wiſſe / ſey ein * | 33 her

verfichert:

“4

Das letzte ſtuͤck von denjenigen/ darein wir

die lehre diſer leute eingeteilet / beſchreibet die art und weife / und die mittel / ſolche woltaten zu er⸗

langen / worinnen wie ſehr fie nbermaispon des.

nẽ andern darvon wir bereits gedacht in diſem ſtuͤck abweiche/ganleichte zu ſehen ik, Deiifieer keñete hinzu Fein ander: huͤlffsmittel / als die wach

ſambleit des gemuͤts und fleiß ige achthabung auf ſolhes in dwedem herhzen des Menſchen leuch⸗ tende licht / auf die ſpruͤche des H Geiſtes in der

ſchrifft / oder auf Dieevinerungen und ermanun⸗ gen geiſtlleute Und alſo liſſen ſie zwar das pre⸗ digamt zu / und namen ſolches an / allein for daß ein jdweder chriſt ſolches verwalten folte /

wiewol mit Unterſcheid / auf bloſſen antrib | des H. Geiſtes / ohne beruffder menſchen / oh⸗

ne heſoldung und belonung/ alſo / daß auch die weiber von diſem lehr⸗ amt nicht ſolten ausge⸗

ſchloſſen feyn: Hirnechſt drungen ſie auch dar⸗

aufs es ſolten allechriften zu gewiſſenzeiten und an gewiſſem ort oͤffters zuſammen kommen / zu: dem ende / daß fie in bruͤderl einträchtigkeit GOtt / als ihren Bater; ehreten / und ſich unter

einander zu beobachtung ihrer ſchuldigkeit ge⸗

gen GOtt und menſchen/ wie auch zur tugend

und beſcheidenheit / auffinunserten und anfürs een Dochdürffte difer gottesdinſt an keinem RD ore |

eher. menfc) alsdenn fchen einer glückfelg ei

y

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2 Ä :

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\ 2

63 M zeit gebunden feyn alſo daß Sig: u folcher zeit und an ſolchem ort muͤſſe ver richtet, ‚angefangen und vollendet werden / nach beliben und-anordnung derfelben leute ;

fintemal einfolcher gottesdinſt bloß und allein auf antrib und beyftand des Heil. Geiftes ,

der an feinen ort gebunden / fondern frey iſt,

angeſtellet werden müfte. Was aber die Sa⸗ cramentay algdie zeichen und ſiegel der gnade

Gottes, die in die augen falten / anlanget / mänten ſie diſelbe nicht an; ſondern hilten dawor /

die tauffe und das H.abendmalfey nur was ins nerliches un gel he äufferlijeCe enamdar in der erffen apoſtolkirchen im gebzauch denvefen, alfein nut als figuren und bilder big

die menfchen dag weſen der ſache felbften über

timen. © redeten und ſchriben auch die

Sbaker / als fie erft aufkamen vil von Gott und Ehrifte / wie fie in Menfehen / und Die menfehen in hnen beſtuͤnde / alſ ð /daß fie faſt von nichts anders zureden wüften / jedoch war es ein groß wunder/ja gar unt oͤglich zu verſtehen / was‘ fredarmit haben wolten / oder machen’ da ein andrer ſolches verftandenhätte. Allein nachachends haben fie ihre meinung beffer eroͤf⸗ net/ umdDif: en lehr⸗ ſatz deutlich vorgetragen /

‚als welchesder grund ijt/_ worauff ihre gande lehre ſich artindetdannen aber zur andern zeit bey beqpemrer gelegenheit gehandelt werden ſoll.

on. RAM Diſes

daß er rotwen⸗

tt. welche äuffealicheCeremoni- |

lu)

Difesifkalfoerft, der abriß und befebreiz. bung ihrer lehre. Wie nun aber ihre lehre und gauben / ſo war auch ihr leben und buͤrgerl. wandel gantz ſonder⸗ und wunderbar. Sel⸗

biger beftund vornemlich in enthaltung und un⸗ terlaſſung nachfolgender dinge. Aller Evig ser ſey öffentlich oder privat / gaben fie vor fey nach) goftl. gefeß verboten , dannenhero unterz lüſſen fie auch alle rache, ia auch allen wider ſtand / und wenn fie mit andern leuten. oder auch vor der obrigkeit etwas zu tun hatten / wol⸗ ten ſie durch keine beteurung / vil weniger durch einen eydſchwur ſich verbinden, ſondern hilten ſolche reden ſchlechterdings nechſt enthilten fie ſich aller wolluſt / pracht und uͤberfluß in kleidung / bezeigten auch einen haß gegen die hantirung und gewerbe / welche der⸗ gleichen vanitaͤten und ergoͤtzligkeiten befördern helffen; ingleichen gegen Die oͤffentlichen ſchau⸗

Mile’ Comedien, narrenpoſſen / fpiele, und.

ollerhand arten zu fchergen / wie auch wider Das allzugroffe gelächter ; ingleichen wider die Minen’ Yeorte , geberden / bewegungen / bes Sruffungen / libEofungen / dinſt⸗ beseigungen

und dergleichen ; welche in bürgerf. leben beh

zuſammenkuͤnften in acht genommen werden und den namen der tugenden / oder doch der höffligkeit und artigkeit insgemeinzu füren pfle⸗ Se. Dargegen erforderten fie , daß ein jd⸗

weder

bor verboten. Hir⸗

|

tlic)y vernunfftigz mahig/

ls) | fuͤrchteten / ohne was warhafftig ſunde waͤre entweder wider GOtt / oder wider den naͤch⸗ fteny alſo wendeten ſie dargegen ein / es wuͤr⸗ den fromme leute / welche bekennen / daß die chriſtenheit ſchon laͤngſt über dergleichen boß⸗ heit / torheit und naͤrriſches weſen geſeuffzet/ und geklaget / ihrer tugend gratuliren / daß fie Sch erkuͤnet / einem ſo allgemeinen und einge⸗ wurgelten übel und gebrechen mit ihrer gro⸗ ften ungelegenheit zu ſteuern es auszurotten. |

Wiewol fie auch nicht leugneten / auch noch itzo die erfarung geſtehen muß / daß ſie nicht alle ſolche leute / wie fie zwar und alle men⸗ ſcheu haben wolten / auch zu ſeyn wuͤnſcheten / ſondern da waͤre von anfang geweſen / und noch itzund / bey ſo groſſer menge / ſolcher leute der⸗ gleichen welche ſich mit lift heimlich / in ih⸗ re geſellſchafft / mit einſchlichen und mehr ihren wortenyals ihren wercken folgten diſe aͤberſchritten nicht nur die graͤntzen ihres fiagt st und ernfthafftigen lebens / ſondern begingen offt ſelbſt die laſter / die ſie an andern ſtrafften / ſon⸗ derlich im hand el und wandel / und bey geſell⸗ ſchafften / gingen ſie betruͤglich und boßhafftig mit denen leuten um / truͤgen ihren glauben gleichſam feil / ſehen auf die perfoneny nicht auf, die ſache ſelbſt / und hingen nur den mantel nach dem winde. Allein auf ſolche leute ſind ſie / wie ſie ſprechen / ſehr erzuͤrnet / haſſen und ver⸗ achten fie / und haben einen greuel an denfelbeny erin⸗

erinnern fie auch fleiſſig/ Hilmalg mit Troffer Khärffe / und wennfte feheny daß fie nicht: wol⸗ en na ſich beſſern / ſey ihnen eſtraffe und da auch diſe nicht hel⸗

IC ie gangliche außftoffung aus Ih? 0 9 5* nevEant und verordneet.. m folchen erften anfängern nun und ur⸗ hebern der Dpakerlehrermar, wie. bereits oben 9 {7 * rzulauff / und / nachdem fie ſich hirzu begeben / jederzeit ein ſolcher eyfer vor ihrereligionun het oder lebens art bey diſen / bingeget bey andern eine folche mißgunft und ſtreit | diſe leute zu ſuͤren / daß es ſchine / als wenn gleichſam beyde parteyen ſtritten / an die andre am erften Ente müde ma⸗ *— ode uͤberwinden / darvon wir anitzo et⸗

Bit handeln wollen.

ten diſe leute son ſich/ und an⸗ Ba RER täglich zu ihrer gemeine hega⸗ aben ihnen Das zeugnuͤs / daß ſie waͤren / nd in der tat geweſen / don der an⸗ zal derjenigen welche ein roß verlangen / und ſonderbare libe truͤgen zu tt / und zuihrer ſee⸗ ligkeit· Derowegen/ Wwie gleich und gleich fich gerne gefellet/ alfo begab ſich auch vil volck von unterſchidlichen veligionen / ſonderlich die⸗ jenigen / welche ſich die gottſeeligkeit und ihrer ſeelen ewiges heyl / welches Doch das vornemſte iM / bi der menſch wuͤnſchen kan / von areas

y - = *

angelegen feunliffen/ zu ihrer gemeine. ie bekanten / daßſie einpfaͤnden und bedauerten / mit was vorfaulheit und trägheit/wiefchlaffiig und. verkert fie biß anhero Gott geſuchet / undbor ihe 7 ewigs wolſeyn / um welches willen ſie alles haͤt⸗ ten tun ſollen / geſorget: diſe maͤngel wolten ſie nunmer mit deſto groͤßrer und embſiger befleißi⸗ gung des guten erſetzen. Deſſentwegen kamen ſie oͤffters zuſammen / Daß ſie mit vereinigten und zu GOtt gerichteten hertzen ſich GOtt darſtel⸗ leten / und ſich unter einander zu gleicher andacht aufmunterten. Alſo libeten ſie nichts ſoſehre / als ihre zuſammenkuͤnffte / undftattetendielie bes⸗dinſte unter einander ab / hilten auch dar⸗ vor / daß ſie liber alles leiden / ja eher den tod ſelbſt ausſtehen / als diſes unterlaſſen wolten. So bezeugeten ſie auch / daß ſie hertzliches mit⸗ leiden truͤgen mit aller der andern elend und all⸗ gemeinen untergang / darum daß ſie keine ſor⸗ ge / Feine gedancken vor ihre ſeeligkeit haͤtten / und wuͤnſchten nichts mehr / als fie auß ſolcher ſeelen gefar zu erretten. Dannenhero redeten fie öffters denen jenigen zu / welche ſie in ſolcher gefar zu ſeyn vermeinten; und wurden ihrer vil

dadurch angelocket / ja vil ohne worte dur;

das bloſſe exempel gefangen. Ieilfienunae, fo alle einmuͤtig geſinnet waren / war bey ihnen keine / oder doch ſehr felten / einige zwiſtig keit in worten / Feiner verachtete Das andern ſeinen kopf / geſchickligkeit und gaben/einjds

weder

DRS ———— weder dinte dem andern mit der gabe die er empfangen hatte / w ſches denn gewiß die rechte gemeinſchafft id eiligen ift. Alſo rourden auch Junge leute zu aͤmtern / die ſonſten nur vor er⸗ Wahchfene gehörten / gezogen’ | \ ‚weiber » fondern auch jungfern und magdgen vermalteten anigo die nur bißher von maͤn⸗

nern bekleidete aͤmter / lehrten öffentlich / und

verhilten ſich als prediger. Daher ihrer vil von männern und weibern täglich angetriben wurden / dahin fich zu begeben / damit fie ſe⸗ ben liffens wer fie wären / fonderlich Die wei⸗

ber teils aus wanckelmuͤtigkeit ihrer natur

teils aus überfiflender libe und eyffer zur re⸗

üion / teils auch offentlich vor Der kirche zu jeis geny was fie vermöchten / und bie manner -felbft zu unterrichten 7 welches bey ber gröften

freyheit der weiber in difen landen bißher noch ſchine gemangelt zu haben, Ja wie es daſelbſt

denen weibern gegeben iſt daß ſie bey denen ihrigen durch gute worte und freundligkeit ſehr sil vermögen, alſo find vermittelſt ihrer dile

familien darzu gebracht worden / daß fie fich zu denen Ovakern gefellet. Wimwol fiein aufnemung ſolcher leute nicht fo gar willig wa⸗ ren / ſondem mit allem fleiß / ſo vil als moͤglich bey allen einen guten unterſcheid machten. Denn obgleich,da anfangs die anzal Der männer bey jhnen nicht fogroß war’ alshernachmals er

| | Jun

anicht nurdie

Isund eine gro

lehren und zu predigen igund nach und nach.alls i mälig abgenommen / und heute zu tage fat durchgehends iſt fie nicht mehrim gebrauch / ihre

zuſammenkunfft aber und der gottesdinſt den

ſie darinnen leiſteten / erforderte sang Feine fps

ſten. Waren einige unter ihnen / welche arm /

ſelbigen gleich lib und wert/ Eamen ihnen auch

nach vermögen zu ſtatten z.alfoydaß bloß die tus gend durchgehends bey Ihnen ihren preiß und be⸗ lonung fand’ und ohne einsigen ubermut und

ſſere menge angenommen wand» hatdoch Die gewonheit der weiber .offentlicy zu

|

oder von ſchlechten mitteln hiltenfiedgch. dis

ehrgeigmurdie gottſeeligken einen jdiwedenze-

commendiren muſte. Dahero ihrer vil / wel⸗

che beyihrer kirchen nicht ſo hoch geachtet , noch

ihnen ſo beygeſprungen wurde / zu diſen uͤbertra⸗ ten, Wicwoldochoildarunter fich befunden, welche Die religion zum deckel Ihrer nidrigkeit und fchlechten herfommens/ wiees von langen seiten her insgemein fo ergangen / yoie auch zu einem mittel / ihre faulheit dadurch zu ernereny gebrauchten. Weil es nun alſo mit diſen leuten beſchaffen / muften fie bu verdruß und feind⸗ fchafft von andern ausftchen und erfahren. Doc) war noch eine andere wichtigere unfache birunter verborgen. Maffen denn gewiß / daß nichts ſo ſehr der religion und der gottſeeligkeit entgegen / auch der vernunfft/ den allgemeinen

: finnen

gar aus dem lande Der (ebendigen ausrotten will. Ein andersiftesy wenn es ſolche leute

ruhen koͤnnen / andern verdruß fie zu betrigen / ihre religion und got⸗

en ‚gureden hatten / auf Dergleich

genoef rund mitt vecht dife leute hren zufta ‚Hager / toird num nehroe zutragen ſeyn. a >... Denn als diſer leute ihre 4 anderer lehre ſo gar entgegen und zu wider war/ wurde ‚fie überall mit vilen bei chuldigung en / laͤſterun⸗ ‚gen und verleumbdun ngen angefochten, ſonder⸗ lich von denen / welche nur der gemeine n rede folgeten / inziwifchen aber vonder gangen lehre diſer leute fo bil als nichts eftunde, X Beilar ich ihrelebens-art ſo gar ſehr denen ſitten untgder. gewonheit aller menſchen fehnur tracks zuwider war / und fie ſonderlich auf denen gaffen und bey | zuſammenkuͤ infften im ‚gefich fe und gange gan traurig / einige auch unter ihnen i in fehr unans ‚acht und Eleidung einhergingeny his | nechſt aber alle mit einander entweder gat ar nicht / oder doch feh wenig vedeten/undda fie ja noch, redeten / vil ungewoͤnliche/ langſame u 10. | ge torte, und faft wi lauter punckte/gebraud; teny ſonderlich / wenn ſie von ernſtlichen dingen hen art ſtockten di worte deneten / und faft ale ſy ben zeleter

gleiche jaffen und firafe ſen / en je are fie zu andern leuten ins yauf kamen / und wider weggingenz nie mand gruͤſſeten / woraus man Denny als aus kenneichen / diſe leute faſt erkennen konte / wa⸗

ren ſie des wegen bey allen / mit denen fie um⸗

gingen und etwas zutun hatten’ verhaſſet. Die vornemfte urſache aber/ welche ihnen bey den leuten groſſe abgunft und vil ungelegenheit ver⸗

urſachte / war diſe. Erſtlich ihre hefftigkeit 7 und harte laͤſterung ſo wol muͤndlich als fhrifte

Lich wider anderer lehr und glauben / vo r

wider diejenigen / die ſich zu der öffentlichen fr chen bekenneten / auch um einiger: namen. und worte willen / die vonder gantzen kirchen

von langen zeiten her gebrauchet wordenzund obſchon nicht dem buchſtaben nach in der ſchrift enthalten / doch in der tat mit andern worten

und namen der ſchrift uͤbereinkamen / die aber

doch jenen ungereimt duͤncketen. Die andere ur⸗ ſache war ihre verwegenheit und kuͤnheit / indem ſie alle diejenigen urteileten / verdammeten / be⸗

truͤbten/ und verwuͤnſchten / die ihnen inihren

ſachen nicht beyfilen; ob ſie gleich Difelbigen in uͤbrigen nicht kanten/ noch gehoͤret hatten / di⸗ fe ſich auch nicht verteidigen kunten/ and alſo an difem verbrechen unſchuldig Welches denn ſonderlich diejenigen taten / welcheunter on En die und vornemſten

waren.

nn RER | Waren. Hirzu Fam noch vilerandever ‚die von. geringern ftandey und diſes fonderlich vor an⸗ dern hatten / daß fie wenig wuſten und fein un⸗ bedachtſam handelten / ihr unverſtaͤndiges und umver ſchaͤmtes verfaren / daß ſie an oͤffent⸗ lichen orten / bey groſſer menge des volcks / nach art der marckſchreier / doch mit unangene⸗ mer ftimmeyeinefurge predigt onfingen / Inder nen kirchen (welche die Dvaker insgemein Pyramiden haͤuſer ſchimpfflich zu nennen pflege ten ). bey verrichtung des gottesdinſtes mit be⸗ decktem haupte ſtunden / bisweilen mitten uns. ter der predigt und gemeinen gebet der kirchen⸗ diner / (welches fie in ihrer Engliſchen ſprache warſagung nenneten / die ſelbſten einander zuwi⸗ der und man nicht wuͤſte / was ſie haben wol⸗ ten) bisweilen aber auch nach endigung derſel⸗ bigen unvermutet etliche ungewoͤnliche worte ſich vernemen liſſen / und ohne einzigegegebene urfache der vorigen tun und vornemen wider⸗ legten / ja als ſchrecklich und verwerfflich ver⸗ abſcheueten / und ſolcher geſtalt ſelbſten ber gingen / was fie ſo ſehr an andern ſtrafften. Ei⸗ nige unter ihnen ſtelleten auf volckreichem marckte mit liderlicher und naͤrriſcher kleidung / wie auch mit geberden des leibes gleichſam der menſchen taten vor / oder verlachten ſolche/ oder deuteten etwas zukuͤnfftiges vorher / di⸗ ſes taten aber nur meiſtenteils arme und ein⸗ RAN ae faltige

. Eee die Weib er Doch ga⸗ higen die foLches taten’ vOr 7 fie A des Geiftes Gottes / und nach el Chꝛriſti und der 17. vorn welchen fi fie. behaupten woiten/ N im gebrauch gehabt / „dergleichen dinge ntlich, in ‚den eyn Des volcks/ im tempel / 5 voll, und an denjenigen orten / da⸗ ıberal bekannt werden. Eonnen / vorzu⸗ $ fen auch nimals ein gefeb in Enge⸗ egeben worden / welchesdergleichen verz 1/.und mit folcher verichlagenheit und aus⸗ ehren enifchuldigten fie die ſache: Zumal da :inige von En hit inne bey⸗ en/ andere olten diſes weder loben ‚noch febeleen; Rn nie Ka a fie ‚alle diſe di I | ‚jteleten jet ni e ei... Da fr

J

su... huͤten Fonnen / nicht zulaffen 7 und uns felbft mutwillig in gefar türen füllen. Ge⸗ fchahe es etwan / daß die Obaker vor gerichte geſtellet und befraget worden / entbloͤſeten ſie nimals das haupt / gaben Auch denen richtern nicht ihre gebirende ehrentitul; denn das hilten ſie bor unrecht / wenn man denen menfthen ſol⸗ che ehre erweiſen wolte / weil dergleichen ehren⸗ dinſt GOtt alleine zukaͤne Wurden fie um etwas gebuͤrend und. gang vernuͤnfftig und befeheide gefragt, wuſten ſie unterfchidliche vil ausflüchte / oder antworteten doch was nicht zur ſache gehoͤrete. Da ſie nun offtmals unverhoͤrter fache / ohne was fie alſo vorge⸗ bracht / ing gefaͤngnuͤß geworffen worden / durfften ſie wol ihre richter in ihrem beyſeyn verachten / und ſie laͤſtern / als ob ſie ſolche ges ſetze geben / dadurch fie unterlaſſen folten / was GOtt und ihr gewiſſen von ſie haben wol⸗ te / oder wol gat denſelbigen zuwiderhandeln. Andere aber von ihrer gemeine griffen die obrig⸗ keit mit harten ſchmaͤhwoꝛten fo wol ſchrifft⸗als mündlich an / mwünfcheten ihr ales unglück auff den halß / und Eindigten ihr gleichfam ſolches auff GOttes befelan 7 uneingedenck Der erinnerung unſers Heylandes’ daß wir in ſolchem fall alles geſtehen unfere feinde liben / und ihnen alles gutes wuͤnſchen und tun fol len / fo wurden wir recht vollkommen feyn * gleich⸗

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u u) gleicht are im himmel Got iſt. A j Dinge nicht nuedie | jenigen/bie folcher maßen von denen richtern wolverdinter maſſen fortge⸗ istmernennden ‚auch die andern / die alſo er. ihrigen be maͤckigkeit entſchuldigten / fich mehr und groſſe rung! ück auff ven halß / und muſte offtma die gantze gemeine dergleichen ſache wegen iffen. Doch bejeugeten auch die andern/ Die mehr vernunfft / und fich beffer faſſen unten / uͤber ſolches unvernuͤnfftiges 39 ihr mißvergnuͤgen. in übrigen has ben die Obaker in England / Schottland und Sure nimals / weildag Interregnum und der. Cromtvelifche anhang gewaͤret / einen all⸗ gemeinen A A a all und gaͤntzliche verfolgungerfa> ‚ven dürffen.. So weiß man auch von Feiner Durch. entliche gewalt angeordnete. privat

‚verfolgn 9. ohne wenn etwan die leute ihre Zuſammenkuͤnffte gar zu unvorfichtig und dum⸗ ** inftelleten / „oder durch ihre, predigten/

öffentlichen. gottesdiuſt turbirtenz. oder

mit ihren fpigigen. und frachlichten reden und

sei en andere leute —— namen

riffen oder fonft.der niit Den d geberde n a es ar

vie Auf befel mE eit Senn in, Bu

‚von Den, aM nem. mann am leben geſt rafft u Rachgehens Gen l

leute Motten —1 und. —*

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mach oiler

IRRE —— faren müffen / daß man ihnenans

befolen aller orten fich dergleichen zuſammen⸗ kuͤnffte zu enthalten / undda fie vorwandten /

fie koͤnten Difeg gewiſſens wegen nicht tun, auch ſolches dahero Feines weges taten erging des

megen tiber fie durchgehends / fo vil möglich +

nicht einerley verfolgung auch über einzelne

Derfonen infonderheit welche etwan eine neu⸗

erung oder unruhe in der Eirchen oder andere+ wo anfingen. Worzu noch difes verbrechen

kam / daß fie vor der obrigkeit Feinen eyd abs

ſtatten / nach denen Fitchen dinern die zehenden

geben / und dergleichen andere dinge nicht tun - | ft aus vorwand ihres.

ſchwachen und zaghafften gewiffens und wegen

der Furcht Gottes. Wenn nun dergleichen

oder leyden wolten,

s

geſchah / wurde war Feiner von den Dvakern auf hefel der obrigfeit Durch die beftraffer der malefiz perfonen / ftadtEnechte oder hencker

öffentlich oder heimlich an gebracht / doch worden ihrer vil in denen gefängnüffen ala fo gehalten / und von boͤſen und leichtfertigen

leuten dermaffen geſchlagen und verwundet,

daß die armen leute hir auff bald.ihrengeift ha⸗ Se uf möfe, Sabaoestena mals fo fün und beftändig waren, das, was ‚fieeinmat anfingen/ fortfegeten „und nichts von allem dem ⸗wo bon ich bereits ge- dacht / unterliffen "auch iemehr man fiefuchte

hiezu ngen/ jemehr fie fi) denen Die

gen wolten / vwoiderfegten und

tertenygefehab es faft taͤglich daß en don der obrigkeit mit gefäng?

fen / Priegel ter: / wo ſie ſich auff hi fie denn unter ihren Ichrern und bar» | 99 wol ‚nich Feiner zufinden 7 der nicht etz

he mahl gefangen gefeffen. 1 feters begeberi’baß wenn fie in ihrer verfon?

s NS l N vn Z * 5 17[1

SION. wa

denn was fie nicht fortbeingen Fönnensverderbef: und zernichtet / Das übrige aber weg und nach hauß geſchleppet haben. 5 raſen⸗ den mutwillen nun haben diſe bo

ſewichte ſowol arme als reiche um alles das ihrige / fofiein ihrem h auſe gehabt/ und in vil jaren erworben / in einer ſtunde gebracht / ſo daß fie auch nicht einmal den, armen handarbeitern ihre. werct⸗ zeuge / die fie zum unterhalt ihres kuͤmmerli⸗ cher lebens nötig hatten/ übrig gelaffen, Biss teilen trug ſichs zu daßmenn etwa gegen den abend diſe leute nicht gar zu heimlich zuſammen kamen / jene, boͤſe buben unverſehens in ıhre verfamlung hinein ſtuͤrmten / dag angezundete VLeht auslöfcheten zund fo vilfie ertappen konten /⸗ teils bey den haaren ſchleppeten/ teilsan hans den und fuͤſſen gebunden aufs feld hinaus legten / da ſie in groſſer lebens gefar die nacht über li⸗ gen bleiben muſten. Alſo daß ihrer vile teils im gefaͤngnuͤs / bor ſchwachheit oderaus mangel noͤ⸗ tigen unterhaltg/ oder auch vor groſſen geſtanck und anderer befchwerlichkeitzteilsin ihren haͤu⸗ fern wegen allerhand tranglal > ihnen dee zafende pöbel zugefüget ihr leben eingebuͤſſet. Doch haben diſe leute folchesallegnicht auf ein⸗ anal/ ſondern eines nach deim andern erlitten. . Indeſſen duldeten die Quaker ſo wol gleich von ihvem anfang als auch in folgenden zeiten folz. ches insgeſamt mit folcher gedult und Bauppahr

| z | pen

sugemdie 7 daß fie nicht allein Dite von ihren einden felbft damit müde machten / ſondern uchniche wenig dadurch gar. zu ihrer gemein? haft zogen / indem diſe legtere tmeineten / es volten / oder Fönten folche menfehen dergleichen merträgliches ungermach nicht über fich nemen ch ausftehen 7 wo fie nicht derienigen wars seit, un derer willen fie. litten/in ihren her⸗ zen verfichert wären. : Inmaſſen auch die Dvakevfelbft diſe der ihrigen willige unter verffung z welche fie mit: dem. nahmen, ber

märtprerserone,beehreteny weil zumalen ein ſehr eingezognes leben darzu kam / vor den vor⸗

neften ſaͤmen ihrer lirche ſo wol damals als auch zu allen andern zeiten ausgaben. Ja

h habe felbfteinige von ihnen predigen hoͤren /

g3 wauͤrde ihvereligion noch zu einer, reforma- tion und verbefferung der welt werden / wel⸗ die aber mit derjenigen / ſo ſich Im nechft ver

ichenenn- feculo,begeben / gar ungleich ſeyn wuͤrde da diſe zum</